Die Mehrheit der Verbraucher:innen unterstützt einen schnelleren Umstieg von fossilen auf saubere Energien, wünscht sich aber eine fairere und sozialere Aufteilung der Kosten. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Hopp im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) hervor.
„Die Verbraucher:innen wollen mehr Tempo bei der Energiewende, und sie wollen eine faire Aufteilung der Energiepreise zwischen privaten Haushalten und der Industrie sowie zwischen Mieter:innen und Vermieter:innen“, sagt vzbv-Energieexperte Thomas Engelke. „Das ist eine Steilvorlage an die neue Bundesregierung, die Energiewende deutlich stärker an den Verbraucher:innen auszurichten. Klimaschutz ist die Schlüsselaufgabe des Jahrhunderts, wird aber nur gelingen, wenn die Politik die Interessen der Verbraucher:innen auch wirklich berücksichtigt.“
Laut Umfrage finden 73 Prozent der Verbraucher:innen das Ziel der Energiewende völlig richtig oder eher richtig. Dagegen sind nur 21 Prozent mit dem Ausbautempo sehr zufrieden oder eher zufrieden. Das ist ein klares Signal an die Bundesregierung, schneller aus den fossilen Energien auszusteigen und den Ausbau der erneuerbaren Energien sowie die gesamte Energiewende zu forcieren.
Die Umfrage zeigt zudem, dass 75 Prozent der Verbraucher:innen wollen, dass Befreiungen der Industrie von Umlagen, Abgaben, Entgelten und Steuern abgeschafft oder aus Steuermitteln bezahlt werden sollen, anstatt zusätzlich von den privaten Haushalten und der kleineren Unternehmen geschultert werden müssen.
Auch bei der Verteilung der Kosten der CO2-Bepreisung von Heizöl oder Erdgas soll sich etwas ändern: 43 Prozent der Verbraucher:innen sprechen sich für eine hälftige Aufteilung des Kosten zwischen Mieter:innen und Vermieter:innen aus, 30 Prozent sind dafür, dass die Vermieter:innen die CO2-Bepreisung in voller Höhe zahlen.
56 Prozent der Verbraucher:innen sprechen sich dafür aus, dass private Haushalte in der Nähe von Windkraft- und Solarfreiflächenanlagen kostengünstige Bürgerstromtarife erhalten. 17 Prozent sprechen sich alternativ für Zahlungen an die Kommunen aus, nur 10 Prozent sind gegen Bürgerstromtarife. Im Koalitionsvertrag fehlen bislang Maßnahmen für kostengünstige Bürgerstromtarife für die ortsansässigen Verbraucher:innen.
Methode: Bundesweite, repräsentative Umfrage. Stichprobengröße: 1.005 Personen ab 14 Jahren, Gewichtung nach Geschlecht, Alter, Bildung. Statistische Fehlertoleranz: max. +/- 3 Prozentpunkte in der Gesamtstichprobe. Befragungsmethode: CAWI (CAWI = Computer Assisted Web Interviewing). Befragungszeitraum: 11. November bis 17. November 2021. Institut: hopp Marktforschung, Berlin





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