Mehr Wert durch Speicher: Wie Co-Location die AgriPV-Vermarktung wirtschaftlich optimiert

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Dachau, 1. August 2025 – AgriPV gilt als Hoffnungsträger für die nachhaltige Stromerzeugung im ländlichen Raum. Doch wirtschaftlicher Erfolg erfordert zunehmend mehr als nur gute Erträge auf dem Acker und dem Dach. Abregelungen bei negativen Strompreisen (Redispatch-Maßnahmen), fehlende EEG-Anreize und volatile Strompreise sorgen vielerorts für wirtschaftliche Unsicherheit. Die GridParity AG setzt mit ihrem neuen FarmHub-Co-Location-Modell deshalb auf eine integrierte Lösung: Photovoltaik, Batteriespeicher und digitale Vermarktungsplattformen greifen dabei nahtlos ineinander.

Ein Ansprechpartner – viele Vorteile: FarmHub als ganzheitliches Modell

Ein entscheidender Erfolgsfaktor bei AgriPV-Co-Location-Projekten ist, alle Leistungen aus einer Hand zu beziehen. Dies minimiert Schnittstellenrisiken, beschleunigt die Projektabwicklung und stellt sicher, dass alle Systemkomponenten – von Planung und Technik über Finanzierung bis zur Vermarktungsplattform – optimal aufeinander abgestimmt sind. Betreiber profitieren von durchgängiger Gewährleistung, festen Ansprechpartnern und nahtlos integrierten IT- sowie Datenflüssen; Fehlerquellen durch Koordinationsprobleme werden damit maßgeblich reduziert.

Wirtschaftlicher Druck erfordert neue Lösungen

Aktuell verschärft sich der Innovationsbedarf: Die fehlende EU-Zusage zur gezielten EEG-Förderung für AgriPV-Projekte bremst Investitionen. Gleichzeitig nehmen die Abregelungen durch Netzüberlastungen massiv zu – mit Ertragseinbußen von bis zu 30 %. Die Kombination aus stagnierenden Vergütungssätzen und wachsendem Flexibilitätsbedarf macht neue Geschäftsmodelle notwendig.

FarmHub-Co-Location: Stromvermarktung neu gedacht

Innovative Co-Location-Modelle mit Batteriespeicher und Plattformvermarktung setzen genau hier an. Sie ermöglichen die gezielte Einspeisung in Zeiten hoher Nachfrage und Preise (Day-Ahead, Intraday), erschließen Regelenergiemärkte und Flexibilitätsauktionen – und machen damit abgeregelten Strom wirtschaftlich nutzbar.

„Batterien sind der Türöffner für eine aktive, gewinnorientierte Marktteilnahme“, erklärt Dr. Erich Merkle, Vorstand der GridParity AG. „Mit der richtigen Technik und Anbindung können Betreiber nicht nur volatile Börsenpreise nutzen, sondern auch systemdienliche Leistungen erbringen – etwa Lastspitzen kappen oder Frequenzschwankungen ausgleichen.“

Daten sind der Schlüssel zur Plattformvermarktung

Professionelle Vermarktung verlangt belastbare Daten – strukturiert, in Echtzeit und automatisiert abrufbar. Dazu gehören u. a.:

  • Echtzeitdaten: Ladezustand (SoC), Ein-/Ausspeiseleistung, verfügbare Kapazität
  • Prognosedaten: PV-Erzeugungsprognose, Verbrauch am Standort, geplante Fahrpläne
  • Betriebsdaten: Zyklenzählung, Effizienz, Lebensdauer
  • Marktdatenintegration: Preissignale, Abrufe aus Regel- oder Flexibilitätsmärkten

Ohne zertifiziertes Energiemanagementsystem (EMS) mit offenen Schnittstellen – z. B. Modbus, REST API, IEC 61850 oder SunSpec – ist eine Teilnahme an digitalen Strommärkten kaum umsetzbar.

Direktvermarktung allein reicht nicht mehr aus

Bei größeren AgriPV-Anlagen ist Direktvermarktung Standard. Doch die tatsächlichen Ertragschancen entstehen durch weiterführende Modelle:

  • Arbitragehandel: gezielte Einspeisung zu Preispeaks
  • Regelenergievermarktung: Bereitstellung von Leistungsreserven
  • Netzdienstleistungen: z. B. Peak Shaving
  • Flexibilitätsmärkte: Teilnahme an lokalen Ausschreibungen

Plattformanbieter bündeln Markt- und Technikzugang, doch die Unterschiede in Gebühren, Automatisierungstiefe und Performance sind erheblich. Laut GridParity liegen marktübliche Mehrerlöse bei 2–3 ct/kWh – innovative Anbieter mit KI-gestützter Steuerung erzielen teils deutlich mehr.

Worauf Betreiber achten sollten – Handlungsempfehlungen der GridParity AG

  1. Auf transparente Konditionen achten
    Die Wirtschaftlichkeit hängt stark von Gebührenstruktur, Schnittstellen, Erlösmodellen und Vertragsdetails ab. Achten Sie auf nachvollziehbare Angebote, transparente Kommunikation und kompetente Beratung.
  2. Standardisierte Technik nutzen
    Systeme mit offenen Protokollen und regelmäßigen Updates wählen – proprietäre Lösungen vermeiden.
  3. Marktperformance regelmäßig prüfen
    Wöchentliche oder monatliche Reports einfordern, Ergebnisse analysieren und ggf. nachverhandeln.
  4. Know-how aufbauen
    Teilnahme an Schulungen, Webinaren oder Branchenforen stärkt das Verständnis für dynamische Märkte.

Dr. Erich Merkle, Gründer der GridParity AG und Entwickler der ersten AgriPV-Doppelglasmodule, betont: „Die Verbindung von Technik, Plattform und Speicher schafft eine neue Qualität von Wirtschaftlichkeit – auch ohne zusätzliche EEG-Anreize.“

Wer sich zukunftssicher aufstellen will, sollte jetzt handeln:

Alle Infos zum FarmHub-Modell unter www.gridparityag.com/farmhub, weitere Informationen zu AgriPV unter www.agripv.de.