Mit einer diese Woche verkündeten Entscheidung der größten Reedereien der Welt wird de facto die Forschung der NBS Northern Business School nachdrücklich bestätigt, wie Prof. Dr. Sorgenfrei von der NBS Northern Business School in einem Interview erläutert. Konkret geht es dabei um die Beteiligung der NBS am ZIM-Netzwerk „Green Meth“ und das im Rahmen dessen initiierte Forschungsprojekt MariTAT.
Kürzlich hat die in Kopenhagen, Dänemark ansässige weltgrößte Reederei Maersk bekannt gegeben, dass ein Vertrag mit der koreanischen Werft HHI Hyundai Heavy Industries über den Neubau von acht großen Containerschiffen gezeichnet wurde. Das Besondere daran: Alle ab 2024 in Fahrt gehenden Schiffe erhalten einen Methanol-Antrieb. Der Vertrag mit einem Gesamtvolumen von 1,4 Mrd. US-Dollar ist damit ein massives Signal in Richtung eines zukünftig emissionsneutralen Seeverkehrs.
Maersk setzt damit ein klares Zeichen zur Lösung des sog. „Henne-Ei-Problems“, d. h. der Frage, was zuerst kommen muss: der neue Treibstoff oder die neuen Schiffe. Zugleich bestätigt sich mit dieser Entscheidung die seit mehreren Jahren bei der NBS laufende Forschung, die sich ebenfalls mit der Frage des zukünftigen Treibstoffs für Schiffsmotoren beschäftigt. Hier haben die Forscher der NBS bereits seit Jahren auf Methanol als bestmögliche Lösung der anstehenden Abkehr von fossilen Treibstoffen hingewiesen; siehe u. a. den Beitrag von Prof. Sorgenfrei in den BRI Baltic Rim Economics (University of Turku) vom Februar 2020: „Next bunker fuels for high seas.“
Die bereits laufende Entwicklung von sog. grünem Methanol, d. h. eines nicht-fossilen Treibstoffs, der bspw. durch Wind- oder Solarenergie gewonnen wird, muss jetzt seitens der Energiewirtschaft mit Nachdruck vorangetrieben werden. Um der Reedereiwirtschaft weitere Entscheidungshilfen bei der Treibstoffwahl zu geben, wird auch die durch die Maersk-Entscheidung hinsichtlich der Richtigkeit bestätigte Forschung an der NBS weiter vorangetrieben. Dazu arbeitet die NBS auch weiter an dem bereits 2019 gegründeten ZIM-Netzwerk „GreenMeth“ zwecks breiterer Einführung von Methanol als Alternative zu anderen Konzepten mit (vgl. NBS-News, „Neues Netzwerk „Green Meth“ unter Beteiligung der NBS geht an den Start“ vom 15.08.2019).
Um Schiffseignern und -betreibern über die Bereitstellung aktueller Informationen bspw. zu Routen und damit geplanten Einsatzgebieten, Verfügbarkeit von Treibstoffen wie Methanol entlang der geplanten Routen, aber auch hinsichtlich ökonomischer Parameter wie CAPEX und OPEX eine Planungs- und damit Investitionssicherheit zu geben, haben sich die beiden Netzwerkpartner Kongstein, ein im Jahre 2016 in Norwegen gegründetes maritimes Beratungsunternehmen mit einer in Hamburg ansässigen Tochterfirma, und die NBS Hochschule zusammengeschlossen. Ziel ist die Entwicklung und Validierung einer vernetzten Datenbasis für ein innovatives, modulares Treibstoff-Analyse-Tool für die maritime Wirtschaft, kurz MariTAT. Das Tool soll bei der Entscheidung über die am besten geeignete Treibstoffart für Schiffe unterstützen, indem es die wichtigsten Entscheidungskriterien entsprechend des vorliegenden Anwendungsfalls quantifiziert und damit messbar macht. Methanol als potenzieller zukünftiger Treibstoff war dabei von Anfang an mit auf der Liste.
Das Projekt ist gefördert durch: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.





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