Große Anerkennung: Die European Association for the Promotion of Cogeneration (COGEN EUROPE), der Europäische Verband für die Kraft-Wärme-Kopplung, zeichnet den Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) für seine Arbeit aus. Und zwar erhält der LEE NRW den COGEN Europe Recognition Award 2025 for the Market Development (Organisation) category. Anlass für diese hohe Auszeichnung ist die vom LEE NRW im August veröffentlichte Studie „Kein Monopol für große Gaskraftwerke“.
Die von der Wirtschaftsberatungsgesellschaft Frontier Economics erarbeitete Analyse hatte eindrucksvoll gezeigt, dass die von der Bundesregierung über Monate hinweg geplante Kraftwerksstrategie mit neuen fossilen Gaskraftwerken in der Größenordnung von 20.000 Megawatt Leistung völlig überzogen und überteuert wäre. Stattdessen plädierten die Studienautoren für kleinere Anlagen wie Blockheizkraftwerke auf Basis der Kraft-Wärme-Kopplungs-Technologie, die anerkannt flexibler, günstiger und nachhaltiger sind.
„Dass ein Verband, der sich vornehmlich für den Ausbau der Wind- und Solarenergie einsetzt, solch eine Studie hat erarbeiten lassen, stärkt den Stellenwert und die Glaubwürdigkeit der Kraft-Wärme-Kopplung“, begründet COGEN-Geschäftsführer Hans Korteweg die Preisvergabe an den LEE NRW. Die Frontier-Studie habe in Brüssel nicht nur Denkanstöße ausgelöst, sondern auch viele Diskussionen in der Kommission und dem EU-Parlament.
LEE NRW-Geschäftsführer Christian Vossler, der die Auszeichnung in Brüssel persönlich während der diesjährigen COGEN-Generalversammlung entgegennahm, zeigt sich angetan von der Auszeichnung – dem ersten europäischen Energiepreis in der mehr als 15-jährigen Geschichte des NRW-Verbandes: „Wir sehen, dass Klimaschutz und Energiepolitik gerade auf europäischer Ebene und in Deutschland an Bedeutung zu verlieren drohen. Umso wichtiger ist es, jetzt realistische Wege aufzuzeigen – und genau das haben wir mit dieser Studie getan: Wir verbinden wissenschaftliche Analyse mit pragmatischer, realitätsnaher Energiepolitik.“
In seiner Dankesrede versprach Vossler, dass der LEE NRW sich auch künftig gegen eine einseitige Festlegung auf große Gaskraftwerke für die Versorgungssicherheit während der sogenannten Dunkellauten, sprich den Zeiten, in denen kein Wind weht und die Sonne nicht scheint, einsetzen wird: „Wir setzen auf die großen Chancen eines technologieneutralen, dynamischen Erzeugungsmixes – von der Kraft-Wärme-Kopplung, der Biogasflexibilisierung, leistungsstarken Batteriespeichern bis zu moderner Gas- und Wasserstofftechnologie. Gerade die Kraft-Wärme-Kopplung besitzt dabei einen zentralen Wert: Sie schafft Versorgungssicherheit, entlastet die Netze und stabilisiert das gesamte System.“
Für die Energie- und Wärmewende in Europa müsse künftig viel nachhaltiger gedacht werden. „Strom, Wärme, Industrie, Netze, Speicher und erneuerbare Gase gehören zusammen. Nur so entsteht ein resilienter, dekarbonisierter Energiesektor“, betonte der LEE NRW-Geschäftsführer in Brüssel.





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