ROBIN WOOD widerspricht der Darstellung des Energiekonzerns RWE auf seiner heutigen Pressekonferenz, dass Kohlekraft aus Gründen der Versorgungssicherheit weiterhin gebraucht würde.
Dazu Philip Bedall, Energieexperte bei ROBIN WOOD: Die Diskussion um eine vermeintliche Stromlücke infolge eines Kohleausstiegs entlarvt sich als interessengeleitet. Eine Entscheidung über die Zukunft der Kohle ist keine über die Sicherheit der Stromversorgung. Vielmehr noch: Versorgungssicherheit in einem Energiesystem mit zunehmendem Anteil Erneuerbarer Energien kann nur gewährleistet werden, wenn der Anteil an konventionellen, unflexiblen Kohlekraftwerken zügig gesenkt wird. Kohlekraft gefährdet die Energiewende.
In Zeiten der Energiewende ist es Aufgabe der Stromerzeuger, die jeweils durch erneuerbare Energien nicht gedeckte Stromnachfrage die sog. Residuallast mit regelbaren Anlagen zu bedienen. Die Residuallast wird dabei zunehmend unbeständiger, wenn der Anteil an erneuerbaren Energien im Strommix wächst. Die zentrale Herausforderung an den Kraftwerkspark der Zukunft ist deshalb Flexibilität.
Ein flexibler Ausgleich des variablen Strombedarfs wird jedoch umso kostspieliger, je stärker der Kraftwerkspark aus unflexiblen Anlagen besteht. Kohlekraftwerke blockieren die Energiewende. Denn sie können nur dann ökonomisch sinnvoll betrieben werden, wenn der Anteil an erneuerbaren Energien im Strommix deutlich begrenzt wird.
Mehr dazu erfahren Sie in dem aktuellen Hintergrundpapier Kohle und
Versorgungssicherheit, das ROBIN WOOD gemeinsam mit PowerShift
herausgegeben hat:
Kurzfassung:https://www.robinwood.de/fileadmin/Redaktion/Dokumente/Energie/Kohle/Kohle_und_Versorgungssicherheit_KURZ_14-07-2015.pdf Langfassung – inkl. Quellenangaben:https://www.robinwood.de/fileadmin/Redaktion/Dokumente/Energie/Kohle/Kohle_und_Versorgungssicherheit_LANG_14-07-2015.pdf





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