Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat angekündigt, ein „Eine-Million-Ladesäulenprogramm“ im geplanten Klimaschutzpaket verankern zu wollen. Hierzu Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung:
„Wir begrüßen, dass die Bundesregierung umfassende Maßnahmen plant, um Elektromobilität in Deutschland voranzutreiben. Das wird den Klimaschutz weiter nach vorne bringen. Die Forderung nach einer Million Ladesäulen ist hingegen überdimensioniert. Es hilft niemandem, wenn Deutschland nach dem Motto ‚viel hilft viel‘ mit Ladesäulen übersät wird, die am Ende kaum genutzt werden und damit auch für die Betreiber unwirtschaftlich sind. Was wie brauchen ist ein Zubau an Ladesäulen, der mit dem tatsächlichen Bedarf der Nutzer und mit dem technologischen Fortschritt im Einklang steht. Nach unseren Berechnungen sind 350.000 öffentliche Ladepunkte für die geplanten zehn Millionen E-Autos vollkommen ausreichend. Hier bedarf es auch weiterhin der Unterstützung der Bundesregierung.
Wichtig ist zudem die Erkenntnis, dass sich der Erfolg der Elektromobilität vor allem im privaten Bereich entscheidet: Jeder Mieter und Wohnungseigentümer muss die Möglichkeit haben, private Ladeinfrastruktur zu installieren. Wir setzen daher auf die Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel, sich für die Anpassung des Miet- und Wohnungseigentumsrechts einzusetzen. Gut ist in diesem Zusammenhang, dass Olaf Scholz angekündigt hat, das Laden am Arbeitsplatz durch weitere Steuervergünstigungen attraktiver zu machen.“





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