Die entscheidende Innovation seines Moduls: es nutzt nicht nur das direkte Sonnenlicht, welches über Linsen auf wenige Quadratmillimeter kleine Konzentratorsolarzellen gelenkt wird. Auch Streulicht und Diffusstrahlung wandelt sein Modul in elektrischen Strom um und erreicht damit weltweit einzigartige Umwandlungseffizienzen in Bezug auf die Solare Globalstrahlung. Bis zu 36,8 Prozent Modulwirkungsgrad wurden auf dem Dach des Fraunhofer ISE bereits gemessen, und die Forscher arbeiten bereits an weiteren Wirkungsgradsteigerungen.
„Wir freuen uns über diese Auszeichnung“, sagt Dr. Frank Dimroth, Abteilungsleiter für III-V Photovoltaik und Konzentratortechnologie. »Das EyeCon Modul bietet die Chance unsere höchsteffiziente Konzentratortechnologie auch in Ländern einzusetzen, in welchen die Sonne nicht immer direkt vom Himmel scheint. Damit erweitert sich der Markt für solche PV Systeme, welche den höchsten Energieertrag pro Fläche liefern.«
Die Konzentrator- Photovoltaik wird seit mehr als 20 Jahren am Fraunhofer ISE entwickelt. Sie nutzt Linsen oder Spiegel, um das direkte Sonnenlicht um einen Faktor 200-1000 auf besonders effiziente III-V-Halbleiter- Solarzellen zu lenken, welche entsprechend nur einen kleinen Teil der Modulfläche bedecken. Die Module werden auf Nachführeinheiten gebaut, um den Fokus der Optik immer genau auf der Solarzelle zu halten. Bisher war ein Einsatz nur in Ländern mit hohem Direktstrahlungsanteil, wie Chile oder Süd-Afrika, wirtschaftlich interessant. Die neue Modultechnologie erweitert den Einsatzbereich auch auf Länder z.B. in Europa, in welchen gestreutes Licht zwischen 20 und 30Prozent der eingestrahlten Leistung ausmacht. Dieses Licht wird von einer Silicium-Solarzelle in elektrischen Strom gewandelt, welche gleichzeitig als Kühlkörper für die III-V- Konzentratorzellen dient. Diese Kombination aus Si und III-V Technologie erlaubt es die höchsten Umwandlungseffizienzen auf Modulebene zu erreichen. Bevor das Modul kommerziell erhältlich ist, müssen allerdings noch viele technologische Herausforderungen gemeistert und die Kosten weiter gesenkt werden.
Auch müssen solche Systeme weiterhin sehr genau dem Sonnenstand nachgeführt werden. Damit eignen sich die Module nicht für die Montage auf Hausdächern, sondern sind primär für Freiflächenanlagen interessant.





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