Intersolar Summit India – Acht Stunden hochwertige Expertenvorträge und spannende Fachdiskussionen

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Bonn, Deutschland / Bangalore, Indien, 7. Oktober, 2014. D Seit dem Amtsantritt des indischen Premierministers Narendra Modi, der sich für einen massiven Ausbau der Solarenergie im Land einsetzt, herrscht in der indischen Solarbranche Aufbruchsstimmung. Vor diesem Hintergrund kamen am 22. September über 170 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Forschung im Rahmen des Intersolar Summit India in der südindischen Metropole Bangalore zusammen, um sich über die bevorstehenden Entwicklungen auszutauschen. Im renommierten Business-Hotel Vivante By Taj diskutierten die Teilnehmer in der ersten Tageshälfte über die Chancen, die durch die neuen politischen Maßnahmen entstehen. Der zweite Teil der Konferenz beinhaltete technische Themen und praktische Musterbeispiele.

Der Intersolar Summit wurde am Morgen durch die traditionelle Eröffnungszeremonie „Lighting the Lamps“ eingeleitet: Ehrengäste, wie der Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Bangalore, Herr Jörn Rohde, Herr Dr. Pradeep C. Pant vom Ministerium für Neue und Erneuerbare Energie und Herr M. R. Sreenivasa Murthy, Vorsitzender der Karnataka Electricity Regulatory Commission (KERC) zündeten gemeinsam mit der Projektleitung der Intersolar India die traditionelle Öllampe an. Anschließend referierten die beiden indischen Ehrengäste über die aktuellen politischen Anpassungen im Rahmen der zweiten Phase der Jawaharlal Nehru National Solar Mission (JNNSM) – eine bedeutende Initiative der indischen Regierung, die den Ausbau der Solarenergie in Indien massiv fördern soll.

Indiens Regierung reagiert damit auf die komplexen Herausforderungen, vor denen das Land aktuell steht. Nicht nur der Klimawandel und die Bekämpfung der starken Umweltbelastung in den industriellen Ballungszentren des Landes erfordern weitreichende Maßnahmen, auch die Energieversorgung macht dem Subkontinenten zu schaffen: bis heute leben weiterhin 400 Millionen Inder ohne Zugang zu Elektrizität und in den kommenden zwölf Jahren soll der Energiebedarf sich um das 2,5-fache im Vergleich zu heute erhöhen. Das staatliche Projekt JNNSM, mit seiner ersten Phase bereits 2010 in die Wege geleitet, zählt zu einem der weltweit umfangreichsten Initiativen, Solartechnologien zur Stromerzeugung einzusetzen. Erneuerbare Energien haben momentan einen Anteil von rund 13 Prozent der gesamten indischen Energieinstallationen; davon werden derzeit jedoch lediglich 8,4 Prozent durch Solarstrom erzeugt.

So hat Indiens Finanzminister für das Regierungsjahr 2014/15 Investitionen in Höhe von umgerechnet knapp 6,5 Millionen € für die Produktionsförderung von Solartechnik sowie die Installation der Anlagen versprochen. Eine Analyse der Beratungsfirma Bridge to India während der Konferenz ergab jedoch, dass trotz Initiierung vieler weiterer staatlich geförderter Projekte, wie beispielsweise die „Solar Cities“, die tatsächliche Umsetzung vor allem in den südindischen Gebieten nur schleppend voran ginge. In Karnataka beispielsweise seien derzeit 260 Projekte in der Pipeline, davon seien 190 bestätigt und 40 umgesetzt. Damit rangiert der Bundestaat im nationalen Vergleich an dritter Stelle. Insgesamt waren die Teilnehmer davon überzeugt, dass das staatliche Ziel, die momentane installierte Leistung von landesweit 2,8 GW auf bis zu 20 GW im Jahr 2022 zu erhöhen, erreicht werden könnte. Die inländische Produktion von Solartechnik betreffend, zweifelten sie jedoch am ambitionierten Ziel des JNNSM-Programmes, hierbei in absehbarer Zukunft eine weltweite Führungsrolle einzunehmen. Dies – so das Fazit – liege noch in weiter Ferne.

Die zweite Tageshälfte beinhaltete technische Fachvorträge, wie beispielsweise die Gewährleistung von energiewirtschaftlicher Unabhängigkeit durch dezentrale Energieerzeugung (Distributed Energy Resources), die Vorteile und den Gebrauch von Solarthermie sowie die technische Perfektionierung und Effizienzsteigerung der indischen PV-Erzeugnisse durch Anwendung von Testmethoden der TÜV Rheinland Gruppe Indien.

Die Atmosphäre des Intersolar Summits India war insgesamt sehr konstruktiv – Repräsentanten der Regierung von Karnataka und regionaler Energieverbände, Entscheidungsträger aus der Wirtschaft sowie lokal ansässige Ingenieure und Techniker diskutierten nach jeden Themenblöcken angeregt über die aktuellen Probleme. Besonders die Analysen und Empfehlungen der Consulting-Firmen, wie zum Beispiel von Infosys, stießen hier auf großes Interesse. Insgesamt betrachtet fiel das Feedback der Teilnehmer zur Konferenz ausnahmslos positiv aus. Die anwesenden Experten zeigten sich dankbar, dass Veranstaltungen dieses Formates die Solarwirtschaft des Landes weiterhin fördern. Die Gesamtsituation der indischen Solarwirtschaft betrachtend überwog allerdings die allgemeine Einschätzung, den Anschluss an die rasanten Entwicklungen im Vergleich zu anderen internationalen Märkten verpasst zu haben.

Partner des Intersolar Summits India
Unterstützt wurde der Intersolar Summit India durch den Knowledge Partner Bridge to India, die lokalen Partner Alliance for an Energy Effiecient Economy (AEEE), All India Association of Industries (AIAI), die National Solar Energy Federation of India (NSEFI), die Solar Energy Association of Gujarat (SEAG) und die Solar Thermal Federation of India (STFI) sowie durch die Deutsch-Indische Handelskammer (AHK India) und den TÜV Rheinland (India) Pvt. Ltd.  

Bei weiteren Fragen zur Veranstaltung und zu den Intersolar Summits kontaktieren Sie bitte Daniel Fuchs, Senior Marketing Manager: fuchs@intersolar-summit.com | +49 228 971 43 45. Weitere Informationen über die Intersolar Summits von Solar Promotion International GmbH, FMMI – Freiburg Management und Marketing International GmbH und EuPD Research finden Sie auch auf der Webseite www.intersolar-summit.com.