Hamburg, 25. März 2024 – Der Strompreis auf dem deutschen Markt schwankt ständig, in Abhängigkeit vom Verhältnis zwischen Stromangebot und -Nachfrage. Besonders nachts (bei geringer Nachfrage) und mittags (bei hoher Produktion aus erneuerbaren Energieträgern) kann der Preis pro Kilowattstunde (kWh) auch mal auf Null fallen oder sogar negativ werden. Im vergangenen Jahr rutschte der Strompreis an 301 Stunden unter Null, und an zusätzlichen 24 weiteren Stunden wurde der Nullpreis erreicht.
Intelligentes Laden ermöglicht kostenloses Pendeln
Mit intelligenter Software lässt sich das Laden eines E-Autos anhand des Strompreises steuern. Bei niedrigen Preisen nachts oder auch tagsüber lädt das Auto, während der Ladevorgang während der teuren Abendstunden unterbrochen wird. Solche Technologie ist bereits am Massenmarkt verfügbar und wird in den kommenden Jahren einen immer wichtigeren Beitrag zur Regulierung des Stromnetzes leisten.
Kluge EV-Besitzer mit einer 11-kW-Wallbox, hätten in 2023 bis zu 48 Kilometer am Tag, oder auch übers Jahr gerechnet um die 17,565 Kilometer, fast kostenlos fahren können. Hier fallen lediglich Steuer, Abgaben und Umlagen an, die um die 50€ im Monat betragen. Bei einer 22 kW-Wallbox erhöht sich diese Zahl sogar auf 96 Kilometer am Tag, oder um die 35,130 Kilometer im Jahr. Das entspricht 40 Wochen lang und an jedem Arbeitstag der Strecke Frankfurt–Mannheim, hin und zurück, für lediglich 100€ im Monat an Steuer, Abgaben und Umlagen. In der Praxis könnte dieser Betrag, nach Abzug von Negativpreisen für den Strom selbst und je nach Anbieter und Region, aber deutlich niedriger ausfallen.
| Tesla Model 3 fährt auf (fast) kostenlosem Strom 75 Mal Berlin-Hamburg, hin und züruck* | |||
| Strecke | Fiat 500e | Tesla Model 3 | Porsche Taycan Sport Turismo GTS |
| München–Stuttgart | 103 Fahrten | 97 Fahrten | 69 Fahrten |
| Berlin–Hamburg | 79 Fahrten | 75 Fahrten | 53 Fahrten |
| Köln–Dortmund | 239 Fahrten | 226 Fahrten | 161 Fahrten |
| *Bei 22 kW Ladeleistung und optimaler Ausnutzung der Negativ- und Null-Stunden | |||
Gleiche Anzahl Kilometer würde mit einem Verbrenner 4,845€ kosten
Was würden die gleichen Kilometer mit einem Verbrenner kosten? Das durchschnittliche deutsche Auto verbraucht um die 7,7 Liter Sprit pro 100 km, und der durchschnittliche Benzinpreis lag in 2023 bei 1,791€ je Liter. Die gleichen 35,130 Kilometer würden infolge um die 4,845€ an Sprit schlucken. Ein E-Auto mit einem Anschaffungspreis von 45,000€ würde sich dank ausgeklügelter Technologie wie dem dynamischen Laden innerhalb von zwölf Jahren amortisiert haben. Dazu kommt noch der nachgewiesenerweise höhere Werterhalt von E-Autos gegenüber Autos mit Verbrennungsmotor. Ganz nebenbei würden E-Auto-FahrerInnen um die 3,8 Tonnen CO2 weniger ausstoßen. Dies entspricht in etwas der Hälfte des jetzigen CO2-Ausstoßes pro Einwohner in Deutschland, oder auch dem Äquivalent von dem, was 380 Laubbäume im Jahr in Mitteleuropa an CO2 absorbieren.
Jannik Schall, Produktchef bei 1KOMMA5°, zeigt sich von den Ergebnissen nicht überrascht: “Wir merken, dass viele Deutsche Autofahrer noch immer unterschätzen, wie viel Ersparnispotential E-Autos bieten. Wenn man die kluge Technologie im Auto mit kluger Haustechnologie verbindet, lässt sich noch viel mehr verwirklichen. Von PV-Anlagen auf Dächern über Energiespeicher im Haus bis hin zu intelligentem Laden: Gebäudetechnik birgt enorme Möglichkeiten.”
“Der dynamische Strompreis ist nur eins von vielen Beispielen, wie wir mit Technologie und gezielten Investitionen nicht nur die Energiewende effizient durchsetzen können, sondern auch dafür sorgen, dass alle mehr vom Haus und Auto haben.”
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