Horizontale vs. vertikale Modulmontage: Unterschiede und Einsatzbereiche

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Der Beitrag fasst die zentralen Unterschiede zwischen horizontaler und vertikaler Modulmontage zusammen und bietet Anregungen für typische Einsatzszenarien. Weitere Beispiele, Grafiken und Detailerläuterungen finden Sie im Originalartikel „Horizontale oder vertikale Modulmontage“.

Überblick: Warum die Montagerichtung eine zentrale Rolle spielt

Die Ausrichtung von PV-Modulen – horizontal oder vertikal – beeinflusst Lastverhalten, Wasserablauf, Verschattungstoleranz und die bauliche Integration. Mit der wachsenden Nutzung von Dächern, Balkonen und Fassaden wird die Wahl der geeigneten Montageform zunehmend wichtiger.

1. Struktur und Entwässerung

Horizontal montierte Module haben eine geringere Windangriffsfläche und eine kompakte Verkabelung, neigen jedoch durch die kürzere Ablaufkante eher zu Schmutz- und Wasseransammlungen am unteren Rand.

Vertikal montierte Module verbessern den Wasserabfluss und sind für Fassaden oder niederschlagsreiche Regionen vorteilhaft, verlangen wegen höherer Windlast und verteilter Verkabelung jedoch eine robustere Unterkonstruktion.

2. Typische Einsatzszenarien

Da die Anwendungsfälle vielfältig sind, beschränkt sich dieser Beitrag auf Dachanlagen, Balkone/Fassaden und Carports; weitere Szenarien und ergänzende Grafiken finden sich im Originaltext.

Dachanlagen: überwiegend horizontal

Die horizontale Ausrichtung erleichtert Verkabelung und Montage und reduziert die Windlast. Bei geringen Dachneigungen oder ausgeprägten Verschmutzungsproblemen kann eine vertikale Montage den Wasserablauf verbessern.

Balkone und Fassaden: häufig vertikal

Bei Balkonen hängt die Ausrichtung von Geländerhöhe und Einbauraum ab. An Fassaden wirkt die vertikale Linie meist stimmiger und fügt sich besser in die Architektur ein.

Carports: meist horizontal

Die Tragstruktur vieler Carports begünstigt eine horizontale Modulmontage. In Regionen mit starkem Niederschlag sind Ausnahmen möglich.

3. Verschattungseffekte

Die Verschattungsauswirkung unterscheidet sich deutlich zwischen horizontaler und vertikaler Modulmontage, da der Schattenverlauf direkt auf die Zellstränge wirkt.

  • Schatten am unteren Modulfeld
    → Horizontal: meist nur ein betroffener Strang, geringere Verluste.
    → Vertikal: höhere Wahrscheinlichkeit, mehrere Stränge gleichzeitig zu treffen.

  • Vertikale Verschattung durch Antennen, Rohre o. Ä.
    → Vertikal montierte Module behalten häufiger funktionsfähige Stränge.

  • Niedrige Sonnenstände
    → Bei seitlicher Schattenausbreitung entlang der unteren Kante arbeitet die horizontale Ausrichtung stabiler.

Fazit: Die passende Ausrichtung hängt vom Einsatzumfeld ab

Beide Montagearten haben spezifische Vorteile. Welche geeignet ist, hängt im Wesentlichen von Dachgeometrie, Verschattung, Entwässerung und architektonischem Umfeld ab. Weitere Beispiele und technische Details finden sich im Originalartikel.