Hansesun fordert nach Insolvenzwelle in der Photovoltaik-Branche Anzahlungsverbot

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„Manche Firmen haben sich mit Anzahlungen, Lockangeboten und aggressiver Werbung in der Zeit des PV-Booms künstlich aufgepumpt. Doch wenn eine seriöse wirtschaftliche Grundlage fehlt, steht am Ende ein Millionenschaden bei Kunden und Mitarbeitern“, sagt Andreas Müller. Seit Jahren warnt der Hansesun-Vertriebsleiter vor diesem Szenario. Erst vor wenigen Wochen ging die Mons Solar Österreich GmbH mit Sitz in Dornbirn in Konkurs. Die Mutterfirma Mons Solar in Sennwald ist mittlerweile ebenfalls insolvent. Soeben traf es auch Gama mit Sitz in Au im Schweizer Rheintal. „Tausende Haushalte stehen jetzt ohne Service und Garantie da, viele haben viel Geld verloren“, berichtet Robert Veronik, Geschäftsführer von Hansesun Photovoltaik Swiss.

Seriöse Anbieter verlangen keine Anzahlungen und rechnen die Kosten erst nach Inbetriebnahme der Anlagen ab. Der 2014 gegründete PV-Spezialist Hansesun hat im gesamten Bodenseeraum und Tirol rund 12.000 PV-Anlagen realisiert. „PV-Anlagen und Stromspeicher sind Lagerware, keine Spezialanfertigungen – da sind Anzahlung Unsinn. Mit der Vorfinanzierung beweist ein Unternehmen, dass es wirtschaftlich gesund ist und auch in Zukunft da sein wird“, betont Veronik.

Branchenverbände müssen Anzahlungsverbot forcieren
Die Lösung liegt für Hansesun auf der Hand: ein gesetzliches Verbot von Anzahlungen auf PV-Anlagen. „Sowohl in Österreich als auch in der Schweiz müssen sich die Branchenverbände PV Austria und Swissolar auch im Eigeninteresse für ein Verbot einsetzen“, fordert Andreas Müller. „Unseriöse Anbieter ruinieren die Menschen, den Markt und die Branche. Der schlechte Ruf von Mitbewerbern färbt auch auf zuverlässige Partner und lokale Handwerksbetriebe ab. So kann und darf es nicht weitergehen“, ist Veronik überzeugt.

Qualitätsanbieter wählen
Sicherheit ist das zentrale Argument für Sonnenstrom vom eigenen Dach. PV-Anlagen schaffen in Kombination mit Stromspeichern Unabhängigkeit, schützen vor Stromausfällen, sparen Emissionen und senken Betriebskosten. „Das Versprechen von Sicherheit braucht langjährige Garantien und Vertrauen. Wenn der Anbieter plötzlich pleitegeht, ist beides weg“, weiß Andreas Müller.

Wer gerade eine PV-Anlage anschaffen will, soll unbedingt auf eine Bankgarantie beharren, falls doch eine Anzahlung verlangt wird. „Sonst ist im schlimmsten Fall das Ersparte weg. Besser ist aber immer das Angebot ohne Vorkasse. Qualitätsanbieter gibt es genug“, so Robert Veronik.