Der Gemeinderat der Gemeinde Elsteraue hat am 19. März 2026 den Bebauungsplan für den Solarpark Langendorf als Satzung beschlossen. Die Entscheidung fiel einstimmig bei einer Enthaltung. Damit ist das Planungsrecht geschaffen und der Projektierer RES kann in die Umsetzungsphase gehen. Der Solarpark soll künftig rechnerisch rund 24.000 Haushalte mit Strom versorgen und jährlich etwa 67.000 Tonnen CO₂ einsparen.
„In den vergangenen Jahren haben wir das Projekt intensiv im Gemeinderat und mit der Bürgerschaft diskutiert und weiterentwickelt. Der jetzt gefasste Beschluss zeigt, dass wir eine tragfähige Lösung für unsere Gemeinde gefunden haben“, sagt Mark Fischer, Bürgermeister der Gemeinde Elsteraue, und ergänzt: „Durch regional erzeugten Strom fördern wir außerdem die Unabhängigkeit von Energieimporten und stärken die Wertschöpfung vor Ort.“
RES wird den Solarpark in mehreren Bauabschnitten realisieren und an das bestehende Umspannwerk im Industriepark Tröglitz anschließen. Für die erste Teilfläche mit einer geplanten Leistung von rund 32 Megawattpeak ist der Baustart im Jahr 2027 vorgesehen. Insgesamt ist für den Solarpark Langendorf eine Leistung von rund 84 Megawattpeak geplant.
Anpassungen beim Netzanschluss
Im Zuge der weiteren Planung wurde die Kabeltrasse aufgrund veränderter Anforderungen an den Netzanschluss neu konzipiert. Damit verbunden waren zusätzliche Abstimmungen mit der Gemeinde und den zuständigen Behörden.
„Seit dem Aufstellungsbeschluss im Jahr 2023 haben wir das Projekt Schritt für Schritt weiterentwickelt und intensiv mit der Gemeinde und der Öffentlichkeit abgestimmt“, sagt Michel Zörb, Projektleiter bei RES. „In den Bürgerinformationsveranstaltungen wurde deutlich, wie groß das Interesse vor Ort ist. Die Rückmeldungen sind in die Planung eingeflossen. Gleichzeitig hat insbesondere die Ausarbeitung des Netzanschlusses zusätzliche Zeit in Anspruch genommen.“
Hohe Einnahmen für die Gemeinde
Über das Projekt kann sich insbesondere die Kommune freuen. Denn allein für den ersten Bauabschnitt fließen über einen Zeitraum von 30 Jahren Einnahmen von insgesamt rund 2 Millionen Euro. Für das Projekt insgesamt werden Einnahmen von 4,5 Millionen Euro prognostiziert. Gelder, über die die Gemeinde verfügen kann und die damit allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen. Darüber hinaus ist vorgesehen, auch die Anwohnenden direkt von der Energiewende vor Ort profitieren zu lassen. Die konkrete Ausgestaltung ist derzeit noch in der Abstimmung.
Solarpark auf ehemaliger Tagebaufläche
Der Solarpark entsteht auf einer rekultivierten Braunkohlenhalde östlich des Ortsteils Langendorf. Die Fläche wird seit Jahrzehnten landwirtschaftlich genutzt, weist jedoch aufgrund ihres hohen Steingehalts, eines geringen Humusanteils und eines schlechten Wasserhaltevermögens nur eingeschränkte Erträge auf.
Die Fläche liegt inmitten von Waldflächen und ist dadurch von außen kaum sichtbar. Bestehende Wege bleiben erhalten und können weiterhin genutzt werden.
Der Solarpark wird nach den Grundsätzen der „Guten Planung“ des Bundesverbands neue Energiewirtschaft geplant und umgesetzt. Ziel ist es, Energieerzeugung und ökologische Aufwertung miteinander zu verbinden. Dazu zählen unter anderem die Einsaat von extensivem Grünland, Hecken zur Eingrünung sowie Wildtierkorridore und Mulden für Amphibien. Die Maßnahmen tragen dazu bei, die Fläche langfristig ökologisch aufzuwerten und die Artenvielfalt zu fördern.
Das sind die nächsten Schritte
Nach dem Satzungsbeschluss folgen die nächsten Schritte zur Umsetzung des Solarparks. Der Bebauungsplan soll im Mai 2026 in Kraft treten. Für die erste Teilfläche werden im Sommer 2026 die Baugenehmigung sowie die Genehmigung für die Kabeltrasse erwartet.
Der Baustart für den ersten Bauabschnitt ist für Januar 2027 vorgesehen. Die Inbetriebnahme der ersten Teilfläche soll bis Ende 2027 erfolgen. Parallel dazu wird die Planung weiterer Teilflächen vorangetrieben.





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