Berlin, 22. Mai 2025: Der Hochlauf der deutschen Wasserstoffwirtschaft steht weiter aus. „Grüner Wasserstoff ‘made in Germany’ bietet nicht nur Vorteile für die Dekarbonisierung energieintensiver Industrieprozesse, sondern ist auch als Flexibilitätsoption im Strommarkt unverzichtbar, um die Marktintegration Erneuerbarer Energien voranzutreiben. Der Bundesverband Erneuerbare Energie begrüßt daher die Pläne der neuen Bundesregierung, den Sektor jetzt nach vorn zu stellen. Er bietet enorme Wertschöpfungspotenziale und die Basis für neue Geschäftsmodelle”, so BEE-Präsidentin Dr. Simone Peter.
„Deutschland befindet sich im globalen Wettbewerb in einer vorteilhaften Ausgangslage. Zahlreiche führende Unternehmen bei Technologien rund um grünen Wasserstoff, seine Derivate und weitere Erneuerbare Gase sind hier ansässig und stehen bereit, der Industrie bei der Umstellung auf nicht-fossile Prozesse konkret mit ihren Produkten zu helfen. Zudem steigern heimische Elektrolyseure und die Nutzung von Erneuerbaren Gasen als Speicher die Kosteneffizienz der Energiewende, schaffen Flexibilität im Stromsystem und senken Kosten für den Netzausbau”, so Peter.
Auch angesichts der unsicheren geopolitischen Lage sei es unerlässlich, dass die Wasserstoff- und Molekülindustrie aus der mittelständischen Basis der deutschen Industrie ihre Rohstoffe bezieht und damit neue Abhängigkeiten verhindert. „Der Hochlauf der Industrie hat das Potenzial, zehntausende Arbeitsplätze zu schaffen und zum Katalysator der Transformation anderer Branchen zu werden. Ein Fokus auf die heimische Produktion bietet die größten Synergien und hohe Wachstumschancen für die deutschen Unternehmen”, erläutert Peter.
Der BEE empfiehlt in einem neuen Positionspapier mehrere Maßnahmen. Dazu zählt neben Instrumenten auf der Nachfrageseite, wie Leitmärkte, Klimaschutzverträge oder Quoten auch die Weiterentwicklung der Strombezugskriterien, um eine systemdienliche Fahrweise mit einer höheren Betriebswirtschaftlichkeit zu vereinbaren. Die Flexibilisierung des Stromsystems hat sich die neue Bundesregierung als Aufgabe in den Koalitionsvertrag geschrieben.
„Die Unternehmen der Erneuerbaren-Branche stehen bereit, ihre Verantwortung für das Gesamtenergiesystem zu übernehmen und absehbar erhebliche Mengen an grünem Wasserstoff, an Derivaten und anderen erneuerbaren Gasen zu liefern. Dafür braucht es eine gesicherte Abnahme. Die Politik ist jetzt gefordert, die richtigen Weichenstellungen vorzunehmen”, so Peter abschließend.





Mit dem Absenden dieses Formulars stimmen Sie zu, dass das pv magazine Ihre Daten für die Veröffentlichung Ihres Kommentars verwendet.
Ihre persönlichen Daten werden nur zum Zwecke der Spam-Filterung an Dritte weitergegeben oder wenn dies für die technische Wartung der Website notwendig ist. Eine darüber hinausgehende Weitergabe an Dritte findet nicht statt, es sei denn, dies ist aufgrund anwendbarer Datenschutzbestimmungen gerechtfertigt oder ist die pv magazine gesetzlich dazu verpflichtet.
Sie können diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. In diesem Fall werden Ihre personenbezogenen Daten unverzüglich gelöscht. Andernfalls werden Ihre Daten gelöscht, wenn das pv magazine Ihre Anfrage bearbeitet oder der Zweck der Datenspeicherung erfüllt ist.
Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.