Niestetal, 7. Mai 2014 – Anton Hofreiter, Vorsitzender der Grünen-Bundestagsfraktion, besuchte gestern die SMA Solar Technology AG (SMA) in Niestetal. Hofreiter sprach mit SMA Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon über die Auswirkungen der von der Bundesregierung geplanten Änderungen am Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) auf die deutsche Solarbranche und den Wirtschaftsstandort Deutschland. Beide waren sich einig, dass für eine nachhaltige und kostengünstige Energieversorgung sowie die Schaffung weiterer Arbeitsplätze der Ausbau der Erneuerbaren Energien weiter vorangetrieben werden muss. Die Deckelung des Ausbaus, überzogene Industrierabatte bei der EEG-Umlage sowie die Belegung des Eigenverbrauchs von Solarstrom mit einer Umlage seien hier kontraproduktiv.
„Die Energiewende ist eine Erfolgsgeschichte grüner Politik. Mit dem raschen Ausbau erneuerbarer Energien wurde die Grundlage für eine neue, leistungsstarke Industrie und die Perspektive einer klimaverträglichen Energieversorgung in Bürgerhand geschaffen. Doch dieser Erfolg steht heute auf der Kippe. Durch das Missmanagement der letzten beiden Bundesregierungen haben sich grundlegende Probleme angehäuft, die jetzt weitreichende Reformen des Strommarktes und des Fördersystems für Ökostrom erforderlich machen“, erklärte Anton Hofreiter. „Die von der Bundesregierung geplanten Reformen setzen hier jedoch ein völlig falsches Signal. Sie vernichten Arbeitsplätze, bremsen die Energiewende aus und machen sie für den Verbraucher noch teurer.“
Pierre-Pascal Urbon betonte, dass Deutschland seine Vorreiterrolle nicht aufs Spiel setzen dürfe: „Wir können der Welt zeigen, dass Klimaschutz und Wirtschaftswachstum in einem Industrieland gleichermaßen funktionieren. Es geht darum, eine größere Unabhängigkeit zu erreichen und qualifizierte Arbeitsplätze in einer Zukunftsbranche zu erhalten und weiter aufzubauen. Mit den durch das Erneuerbare Energien-Gesetz geförderten Innovationen haben wir erreicht, dass die Photovoltaik die Komplexität bei der Transformation des Energieversorgungssystems reduziert. Dieses Potenzial müssen wir nutzen, um die Energiewende weiter voranzutreiben. Die jetzt geplante Belastung des solaren Eigenverbrauchs wird den Solarmarkt in Deutschland aus unserer Sicht fast vollständig abwürgen und damit die Anwendung neuer Technologien enorm einschränken“, so Pierre-Pascal Urbon.
Anton Hofreiter unterstrich, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht im Konflikt zur Wirtschaft stehe, sondern vielmehr eine Chance für die Industrie sei. Dafür sei die erfolgreiche internationale Entwicklung von SMA ein hervorragendes Beispiel. Seine Partei werde weiterhin alles tun, so Hofreiter weiter, um Verbesserungen bei den geplanten Reformen des EEG zu erreichen und die Energiewende zum Erfolg zu führen.
Über SMA
Die SMA Gruppe ist mit einem Umsatz von 932,5 Mio. Euro im Jahr 2013 Weltmarktführer bei Photovoltaik-Wechselrichtern, einer zentralen Komponente jeder Solarstromanlage, und bietet innovative Schlüsseltechnologien für künftige Energieversorgungsstrukturen an. Sie hat ihren Hauptsitz in Niestetal bei Kassel und ist in 21 Ländern vertreten. Die Unternehmensgruppe beschäftigt weltweit mehr als 5 000 Mitarbeiter. SMA produziert ein breites Spektrum von Wechselrichter-Typen, das geeignete Wechselrichter für jeden eingesetzten Photovoltaik-Modultyp und alle Leistungsgrößen von Photovoltaikanlagen bietet. Das Produktspektrum beinhaltet sowohl Systemtechnik für netzgekoppelte Photovoltaikanlagen als auch für Insel- und Hybridsysteme. Das Leistungsspektrum wird durch umfangreiche Serviceleistungen und die operative Betriebsführung von solaren Großkraftwerken abgerundet. Seit 2008 ist die Muttergesellschaft SMA Solar Technology AG im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse (S92) notiert und im TecDAX gelistet.





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