Greenpeace kommentiert das gestrige Treffen der Ministerpräsidenten und der Bundesregierung zur EEG-Reform

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Hamburg, 1. 6. 2016 – Die geplante Reform des Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG) diskutierten Bundesregierung und Ministerpräsidenten gestern Nacht in Berlin. Beschlossen wurde, Erneuerbare Energien-Projekte künftig auszuschreiben und den Zubau neuer Anlagen auf 2800 Megawatt im Jahr zu begrenzen. Den aktuellen Stand kommentiert Niklas Schinerl, Energieexperte von Greenpeace:

„So wird Deutschland seine Klimaschutzziele verfehlen, Arbeitsplätze gefährden und neue Wertschöpfung verhindern. Die Bundesregierung behandelt den Ausbau der Erneuerbaren Energien wie eine giftige Chemikalie, die nur in begrenzten Dosen verträglich ist. Dieses Denken ist absurd. Das Gegenteil ist der Fall: Klimaschädliche und hochgefährliche Kohle- und Atomkraftwerke verstopfen die Stromnetze und verursachen hunderte Millionen Euro Zusatzkosten. Diese Klimakiller dürfen nicht geschont werden, sondern müssen deutlich schneller als geplant vom Netz. Mit dieser Reform wird die Energiewende teurer, langsamerer und unsicherer.“

Für Rückfragen erreichen Sie Niklas Schinerl unter Tel. 0151-62820237. Internet:http://www.greenpeace.de

Anmerkungen: Um das im Weltklimavertrag beschlossene 1,5 Grad-Ziel zu erreichen, braucht Deutschland 100 Prozent Strom aus Erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2030 und einen gesetzlich verankerten Kohleausstieg.