Greenpeace-Kommentar zur Rede von Kanzlerin Angela Merkel auf der UN-Klimakonferenz

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Bonn, 15. 11. 2017 – In ihrer Rede auf der UN-Klimakonferenz hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) heute nicht den erwarteten Ausstieg Deutschlands aus der Kohle angekündigt. Die Kanzlerin erwähnte Deutschlands erhebliche Klimalücke auf dem Weg zum 2020 Ziel von 40 Prozent weniger CO2, blieb aber erneut die Antwort schuldig, wie diese geschlossen werden soll. Es kommentiert Greenpeace Geschäftsführerin Sweelin Heuss:

„Angela Merkel hat sich heute vor der einzigen Antwort gedrückt, die sie in Bonn geben musste: Bis wann steigt Deutschland aus der Kohle aus? Mit ihrem Schweigen zur Schicksalsfrage der deutschen Klimapolitik verspielt die Kanzlerin auch den letzten Rest ihres alten Klimaruhms. Merkel hat die Hoffnungen der Menschen aus dem Pazifik schwer enttäuscht, dass Deutschland sich mit einem klaren Zeichen hinter das Pariser Abkommen stellt. Ohne Kohleausstieg kann Deutschland seine in Paris getroffenen Zusagen zum Schutz des Klimas nicht einhalten. Das ist ein fatales Signal an diese Klimakonferenz.

Merkel bleibt eine letzte Chance, Deutschland auf die Seite jener Staaten zu stellen, die sich ihrer Verantwortung zum Schutz dieses Planeten stellen. Der Koalitionsvertrag der nächsten Regierung muss einen geordneten Ausstieg aus der Kohle bis zum Jahr 2030 festschreiben.“

Rückfragen bitte über Pressesprecherin Constanze Klinghammer, Tel. 0175–3454113, Internet: www.greenpeace.de