Paris, 30. 11. 2015 – Bundeskanzlerin Angela Merkels Rede zur Eröffnung der UN-Klimakonferenz in Paris kommentiert Greenpeace-Klimaexperte Martin Kaiser:
„Angela Merkel hat in ihrer Rede mit Dekarbonisierung das Schlüsselwort für ein erfolgreiches Abkommen in Paris ins Spiel gebracht. Ohne den langfristigen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas wird sich der Temperaturanstieg nicht deutlich unter 2 Grad halten lassen. Doch dieser Ausstieg muss und kann deutlich schneller erfolgen, als im Laufe des Jahrhunderts, wie es die Kanzlerin fordert. Damit die globale Energiewende bis zur Mitte des Jahrhunderts gelingt, ist das von Merkel geforderte Überprüfen und Verstärken der nationalen Klimaziele alle fünf Jahre ab spätestens 2020 unumgänglich.
Mit Blick auf Deutschland war Merkels Rede eine Enttäuschung. Kein Wort zum nötigen Kohleausstieg, der die hehren Worte der Kanzlerin von der Dekarbonisierung erst konkret machen würde. Wenn Merkel wieder zur Klimakanzlerin werden will, muss sie endlich den deutschen Kohleausstieg angehen.“
Internet:www.greenpeace.de





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