Greenpeace-Kommentar zu IGBCE-Chef Vassiliadis und dessen Aussage zum Kohleausstieg

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Hamburg, 16.10. 2016 – Der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie IGBCE, Michael Vassiliadis, will sich nach Meldung des Deutschlandfunks nicht auf ein genaues Datum für den Kohleausstieg festlegen. Einen Ausstieg könne man schnell organisieren, wichtig sei es lediglich, dafür eine Infrastruktur zu schaffen.
Es kommentiert Greenpeace-Energieexpertin Anike Peters:
„Es ist völlig klar, dass Michael Vassiliadis die Energiewende verzögern will. Ihm geht es nicht darum, die Energieversorgung zu modernisieren und klimafreundlich zu machen. Offensichtlich will er die veraltete Kohleindustrie für ein paar weitere Jahre subventioniert am Leben erhalten.
Diese Verzögerungstaktik des Braunkohle-Lobbyisten Vassiliadis schadet dem Klimaschutz und vor allem seinen eigenen Kohlekumpeln. Die Menschen in den Braunkohlerevieren müssen ihre berufliche Zukunft planen können. Es ist die Aufgabe der Politik, den notwendigen Kohleausstieg sozialverträglich zu organisieren. Und es ist die Aufgabe der IGBCE, diesen Weg in eine moderne Energieversorgung mitzugestalten. Vassiliadis muss sich ein Beispiel an seinen Kolleginnen und Kollegen von verdi nehmen, die im September 2016 ein Konzept zum Ausstieg aus der Kohle vorgelegt haben.“

Für Rückfragen erreichen Sie Anike Peters unter 0171- 8780839.

Das Konzept von verdi finden Sie unter: https://ver-und-entsorgung.verdi.de/themen/energiewende/++co++98e6b066-7b06-11e6-918f-525400a933ef