GJETC 2.0 – Bilateraler Rat zur Energiewende mit neuem Konzept und neuen Gesichtern

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Tokio/Berlin, 14. November 2018: Am 14. und 15. November 2018 findet die fünfte Ratssitzung des GJETC in Tokio statt. Sie läutet gleichzeitig die zweite Arbeitsphase des deutsch-japanischen Wissenschafts-Rates ein. Nach zwei Jahren erfolgreicher Arbeit, die in einem 800-seitigen Studienprogramm und einem im April 2018 veröffentlichten Abschlussbericht gipfelte, setzt der GJETC seine Arbeit in einer zweiten Phase ab diesem Herbst fort. Dank der erneuten Unterstützung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), das Auswärtige Amt und das Japanische Ministerium für Wirtschaft und Handel (METI) wird der unabhängig arbeitende Rat in den nächsten zwei Jahren eigenständig Ideen und alternative Optionen für eine langfristige und nachhaltige Energieversorgung in beiden Ländern entwickeln.

„Da die langfristigen Szenarien für die zukünftige Ausrichtung der Energiepolitik sowohl in Deutschland als auch in Japan intensiv diskutiert werden, kommt die zweite Arbeitsphase des GJETC genau zum richtigen Zeitpunkt“, sagt Prof. Peter Hennicke, deutscher Co-Chair des GJETC. „Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz (COP 24) in Polen und des G20-Gipfels in Japan haben deutsche und japanische Regierungsstellen und Organisationen ihre Beratungen bezüglich des Energiesystems der Zukunft intensiviert. Für diese entscheidenden Fragen wird der GJETC, als einzigartiges Projekt der unabhängigen bilateralen wissenschaftlichen Zusammenarbeit, weiterhin wichtige wissenschaftlich fundierte Impulse für die Energiepolitik der beiden Ländern geben“, so Hennicke weiter.

In der zweiten Phase wird der GJETC seine Arbeitsweise leicht anpassen. Zusätzlich zu den halbjährlichen Treffen werden Arbeitsgruppen mit Ratsmitgliedern sowie externen Experten aus Industrie und Zivilgesellschaft eingesetzt, um eine gezieltere Forschung zu spezifischen Themen („Bottleneck“-Themen) der Energiewende zu ermöglichen, die in Phase 1 identifiziert wurden. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Überprüfung deutscher und japanischer Langzeitszenarien (für 2050) und deren Bewertungsmechanismen sowie auf der Energieeffizienz von Gebäuden und der Heiz-/Kühltechnik. Darüber hinaus werden zwei grundlegende Studien zur „H2-Gesellschaft“ und zur Rolle der „Digitalisierung für die Energiewende“ durchgeführt und vom Rat begleitet.

Um die verschiedenen Themenbereiche abzudecken und gleichzeitig den Kern des Rates zu erhalten, wurden einige neue Mitglieder aufgenommen: Prof. Dr. Andreas Loeschel, Lehrstuhl für Mikroökonomie an der Universität Münster und Mitglied der Expertengruppe Energie Transitionsüberwachung der Bundesregierung, Dr. Harry Lehmann, Generaldirektor im Umweltbundesamt (UBA), Dr. Carsten Rolle, Abteilungsleiter Energie- und Klimapolitik im Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) sowie Prof. Kazuhiko Takeuchi, Präsident des renommierten Instituts für Globale Umweltstrategien (IGES).

Die nächste Ratssitzung findet am 6. und 7. März 2019 in Berlin statt. Ein Video über die Zusammensetzung und die Arbeit des GJETC sowie Studienergebnisse, Inputpapiere und der Abschlussbericht der ersten Phase (auf Englisch, Zusammenfassungen auf Japanisch und Deutsch) können von der GJETC-Website heruntergeladen werden: www.gjetc.org.

Über den GJETC:

Der GJETC ist in seiner Form, Kontinuität und Größenordnung ein weltweit bisher einzigartiges Energiewende-Kooperationsprojekt. Das gemeinsam von Wuppertal Institut, ECOS Consult, hennicke.consult und dem Institute of Energy Economics Japan (IEEJ/Tokyo) im Frühjahr 2016 ins Leben gerufene Projekt wird durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), die Stiftung Mercator, das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland und das Japanese Ministry of Economy, Trade and Industry (METI) gefördert. Auch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI), das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) und das Japanisch-Deutsche Zentrum Berlin (JDZB) unterstützen das Projekt. Auf deutscher Seite koordiniert das Wuppertal Institut zusammen mit ECOS Consult die Ratsarbeit als Sekretariat, auf japanischer Seite übernimmt diese Aufgabe das Institute of Energy Economics Japan (IEEJ). Der Rat kam in den letzten zwei Jahren jeweils halbjährlich zusammen. Mehr Informationen finden Sie unter: www.gjetc.org.

Pressekontakt Deutschland:

Kevin Hohmann
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Reinhardtstraße 55
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