Es ist schon gute Tradition: Als Abschluss der „Energiewende erFAHREN“-Radtour 2025 hat der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) auch in diesem Jahr das „Goldene Buch der Energiewende“ vorgelegt. „Dieses Buch bietet ein Stimmungsbild zum Stand der Energiewende und soll ein klares Signal an die Politik senden, was für ein schnelles Gelingen der Energiewende nach wie vor angepackt werden muss und unverzichtbar ist“, betont LEE NRW-Geschäftsführer Christian Vossler. „Wir haben viele innovative Projekte besucht, die eindrucksvoll gezeigt haben, dass das Zusammenspiel aller regenerativer Energien für die Energie- und Wärmewende schon heute reibungslos funktioniert.“ Das sei in der Politik noch viel zu wenig bekannt.
Während der diesjährigen, mittlerweile fünften Tour, die vom 31. August bis zum 6. September von Heek im Westmünsterland nach Berlin führte, besuchte das an einzelnen Tagen bis zu 100 Köpfen starke Pelotonentlang der Strecke gut zwei Dutzend regenerative Strom-, Wärme- und Mobilitätsprojekte. Dabei sammelte die radelnde Reisegruppe viele Eindrücke, welche Hürden überwunden werden mussten, woran es bei der Umsetzung der Energiewende nach wie vor hakt und wie der Umbau zu einer klimaneutralen Energieversorgung in allen Verbrauchssektoren forciert werden kann – all diese Statements sind in dem Golden Buch zusammengetragen worden. Dieses Goldene Buch bekommen alle Vertreter der demokratischen Parteien im NRW-Landtag sowie die während der Tourstrecke angetroffenen politischen Vertreter digital zu geschickt.
Als größte Hindernisse für den Erfolg der Energiewende werden nach wie vor eine „übermäßige Bürokratie“, viel zu „komplexe Rahmenbedingungen“, „fehlende Planungssicherheit und unzureichende Digitalisierung“ oder auch „viel zu lange Genehmigungsverfahren“ gesehen, so die Einträge in das „Goldene Buch der Energiewende“. „Egal, ob Betreiber, Unternehmen, Bevölkerung oder Lokalpolitik: Alle sind sich darüber einig, dass das Tempo bei der Energiewende deutlich erhöht werden muss“, resümiert Stefan Liesner von der 2G Energy AG, einem der führenden Hersteller von Blockheizkraftwerken hierzulande und Mitorganisator der Radtour. Nur so sei die Sektorenkopplung, sprich das Zusammenspiel aller regenerativen Energieträger für den Einsatz bei der Strom- und Wärmerzeugung sowie der Mobilität zu schaffen. „In Zeiten zunehmender Negativpresse über die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands hat die Tour einen starken Gegenpol gesetzt. Abseits von Klimapolitik hat die Tour in diesem Jahr auf hervorragende Weise gezeigt, welche Innovationspotentiale die Energiewende für den Wirtschaftsstandort Deutschland besitzt.“
Ähnlich positiv fällt das Fazit von Mitorganisator Hendrik Becker aus, Gesellschafter der PlanET Biogas-Gruppe und Vorsitzender des LEE-Regionalverbandes Münsterland: „Die Tour war für mich eine eindrucksvolle Lernreise. Ich habe erlebt, wie Menschen vor Ort mit Engagement und Kreativität die Energiewende gestalten – trotz aller Hürden und mit vielen zukunftsweisenden Lösungen.“ Das mache Mut für die kommenden Wochen und Monate, in denen viele aus der Radgruppe kräftigen Gegenwind von der Bundesregierung für den Ausbau der Erneuerbare Energien erwarten.
Umso mehr hat es alle Beteiligten gefreut, dass sich an der diesjährigen Energiewende-Radtour gleich mehrere Landesverbände Erneuerbarer Energien bei der Vorbereitung und der Umsetzung tatkräftig beteiligt haben – und zwar aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen und Berlin/Brandenburg. „Das ist der Zusammenhalt, den wir bei der Umsetzung der Energiewende dringend auch in den eigenen Reihen am Parlamentssitz in Berlin benötigen“, so Becker.
Beim LEE NRW laufen bereits erste Vorbereitungen für die nächste Radtour: Für das kommende Jahr plant der Verband seine sechste „Energiewende erFAHREN-Radtour“, die anlässlich der im September 2026 anstehenden Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern aus dem Münsterland nach Schwerin führen wird.





Mit dem Absenden dieses Formulars stimmen Sie zu, dass das pv magazine Ihre Daten für die Veröffentlichung Ihres Kommentars verwendet.
Ihre persönlichen Daten werden nur zum Zwecke der Spam-Filterung an Dritte weitergegeben oder wenn dies für die technische Wartung der Website notwendig ist. Eine darüber hinausgehende Weitergabe an Dritte findet nicht statt, es sei denn, dies ist aufgrund anwendbarer Datenschutzbestimmungen gerechtfertigt oder ist die pv magazine gesetzlich dazu verpflichtet.
Sie können diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. In diesem Fall werden Ihre personenbezogenen Daten unverzüglich gelöscht. Andernfalls werden Ihre Daten gelöscht, wenn das pv magazine Ihre Anfrage bearbeitet oder der Zweck der Datenspeicherung erfüllt ist.
Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.