Hannover, 18.02.2026 – Im vergangenen Jahr haben in Niedersachsen insgesamt 67 Projekte mit einer Leistung von rund 701 Megawatt einen Zuschlag für Freiflächen-Photovoltaik erhalten. Die Zahlen zeigen jedoch auch, dass die pro Ausschreibungsrunde bezuschlagte Leistung im Jahresverlauf 2025 kontinuierlich zurückgegangen ist: von rund 315 Megawatt im März über 250 Megawatt im Juli auf nur noch 136 Megawatt im Dezember. Die letzte Ausschreibung war dabei bundesweit deutlich überzeichnet. Allein im Dezember 2025 war der Umfang der eingereichten Gebote doppelt so groß wie das zu vergebene Zuschlagsvolumen.
Aus Sicht des Landesverbandes Erneuerbare Energien Niedersachsen/Bremen e. V. (LEE NDS/HB) verdeutlichen die Zahlen, dass die niedrigen Ausschreibungsmengen auch im Bereich der Solarenergie zum Problem werden. Die Befürchtungen eines übermäßigen Flächenverbrauchs oder zunehmender Nutzungskonflikte würden sich durch die überschaubare Gesamtzahl der Projekte daher nicht bestätigen.
Systemdienlicher Ausbau statt zusätzlicher Flächenrestriktionen
Vor diesem Hintergrund spricht sich der Branchenverband gegen weitere Beschränkungen bei der Flächenausweisung aus und fordert stattdessen bessere Rahmenbedingungen für einen systemdienlichen Ausbau von Freiflächen-Photovoltaikanlagen.
„Die aktuellen Zahlen zeigen: Noch bevor der Ausbau der Freiflächen-Photovoltaik richtig Fahrt aufgenommen hat, gerät er bereits ins Stocken“, erklärt Silke Weyberg, Geschäftsführerin des LEE NDS/HB. „Zusätzliche Restriktionen würden den Ausbau der Solarenergie noch weiter ausbremsen. Wir brauchen pragmatische Lösungen statt unnötiger neuer Hürden.“
Der Fokus müsse daher stärker auf Systemdienlichkeit und regionale Wertschöpfung gelegt werden. Erzeugung und Verbrauch sollten von Anfang an gemeinsam gedacht werden, indem die Möglichkeit von lokalen Abnahmekonzepten oder der ortsnahen Direktversorgung von Industrie- und Gewerbegebieten bei der Flächenausweisung frühzeitig berücksichtigt wird.
„Wir müssen Flächen effizienter nutzen und Projekte klug kombinieren. Wenn etwa vorgeschriebene Kranstellflächen von Windenergieanlagen gleichzeitig für Photovoltaik genutzt werden, entstehen Synergien statt zusätzlicher Flächenbedarf. Genau solche Hybridlösungen braucht die Energiewende jetzt“, so Weyberg weiter. Ziel sei ein schneller, planbarer und netzdienlicher Ausbau der Freiflächen-Photovoltaik, der Klimaschutz, Versorgungssicherheit und regionale Entwicklung gleichermaßen voranbringt.





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