Der Jahresanfang 2026 ist geprägt von völkerrechtswidrigen Handlungen, Drohungen und fragwürdigen Eingriffen. Hintergrund ist der Endkampf um fossile Energieträger. Öl und Gaspotentiale sollen mit Gewalt im Einfluss großer Staaten verbleiben. USA will die venezolanischen Ölvorkommen kontrollieren und droht Grönland und Dänemark. Russland versucht seinen Einfluss auf Öl und Gasvorkommen in Kasachstan wiederzugewinnen.
Deutschland importiert über die Hälfte seines Ölverbrauchs aus Norwegen, USA und Kasachstan und gehört zu den größten Ölimporteuren in der Welt. Öl, das zu Zweidrittel im Verkehrssektor verbrannt wird. Deutschland importiert zudem über 90 Prozent seines fossilen Gasbedarfs, vor allem aus Norwegen, Belgien und den Niederlanden. Gas, das zu einem Drittel für die Industrie und zu einem weiteren Drittel für die Wärme in den Haushalten genutzt wird.
Erdgas besteht überwiegend aus Methan, das entlang der gesamten Öl- und Gasförderkette in großen Mengen entweicht, extrem klimaschädlich ist und bereits rund ein Drittel der bisherigen Erderhitzung verursacht, so eine Studie der Deutschen Umwelthilfe (DUH) im „Atlas der Zerstörung“. Deutschland bezahlt jährlich 80 Mrd. Euro für seinen Öl- und Gasbezug und blendet regelmäßig die enormen Schäden aus diesen Importen aus, die in den Förderländern entstehen.
Dabei ist längst eine Welt ohne Öl und Gas möglich. Völlig ineffiziente Verbrennertechnologien in den Autos können durch Elektroantriebe ersetzt werden und Wärme in den Haushalten kann durch effiziente Nutzung der Umweltwärme erzeugt werden. Beides erprobte Technologien. Warum ausgerechnet solche nachhaltigen Innovationen von der Bundesregierung ausgebremst werden sollen, entzieht sich jedweder Wirtschaftskompetenz. Das Narrativ, dass Klimaschutz erst erfolgen könne, wenn die Wirtschaft wachse, ist längst widerlegt. Ein Blick nach China sollte jeden altbackenen Politiker in unserem Land eines Besseren belehren.
Während Deutschland den Umbau seines Energiesystems bremst, wächst weltweit die erneuerbare Stromerzeugung, da sie entscheidende Vorteile mit sich bringt. Heimische Sonne, Wind und Speicher führen zu einer stabilen und sicheren Energieversorgung. Öl, Gas und Kernkraft dagegen erzeugen große Abhängigkeiten von zweifelhaften und machthungrigen Staaten. In einer Welt, in der eine regelbasierte Ordnung infrage gestellt wird, ist das Risiko dafür unüberschaubar.
Mit unserem hohen Verbrauch im Verkehrs-, Wärme und Industriesektor halten wir die globalen, zerstörerischen Lieferketten von fossilem Öl und Gas am Leben. Dies müsse sich im neuen Jahr ändern, so der Verband für Wirtschaft und Umwelt und der Landesverband Solarenergie Rheinland-Pfalz abschließend.





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