Im Kontext der Energiewende auf dem Weg zu einer 100% erneuerbaren Stromversorgung werden neben einem massiven Ausbau von Photovoltaik und Windkraft sowie von Stromnetzen zukünftig insbesondere Batteriespeicher eine wesentliche Rolle spielen. Das Projekt „KI-basierte Modulare Batteriesysteme für Gewerbe- und Netzanwendungen – KI-M-Bat“ adressiert den rasch wachsenden Bedarf an Speicherlösungen. Das Vorhaben zeichnet sich besonders dadurch aus, dass ein Batteriespeichersystem entwickelt wird, das flexibel mit Neu- und Gebrauchtbatterien betrieben werden kann. „Für unsere Unternehmen in Handwerk und Industrie bringt die Energiewende viele Chancen, aber auch neue ökonomische und technologische Herausforderungen: Die Energieversorgung muss sicher, planbar und bezahlbar sein. Das Projekt KI-M-Bat leistet einen sehr guten Beitrag zur Bewältigung dieser Herausforderungen und hat gleichzeitig das Zukunftsthema Batterierecycling im Blick,“ betonte Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert anlässlich der Übergabe des Förderbescheides der Bayerischen Forschungsstiftung in München. Prof. Dr. Dr. h.c. (NAS RA) Arndt Bode, Präsident der Bayerischen Forschungsstiftung, erklärte im Vorfeld der Bescheidübergabe: „KI-M-Bat steht idealtypisch für das Modell der Forschungsstiftung, das darauf abzielt, den Wissenstransfer durch die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft zu fördern. Das Konsortium aus einem Technologie-Start-Up, einem innovationsstarken KMU, einer technischen Universität und einer Hochschule für angewandte Wissenschaften bündelt alle Stärken des bayerischen Innovationssystems. Es vernetzt regional Kompetenzträger aus München mit solchen aus Niederbayern und Schwaben. So entstehen technologische Wettbewerbsfähigkeit und zukunftsfähige Arbeitsplätze flächen-deckend in ganz Bayern.“ Batteriespeichersysteme sinnvoll für die Industrie
Insbesondere bei Gewerbe- und Industriekunden im mittleren Größenbereich hinkt die Zahl der installierten Speichersysteme bisher noch hinterher. Umso erfreulicher ist es für die Akteure, dass nun eine Summe von bis zu 945.300 Euro für das Forschungsprojekt zur Verfügung gestellt wird. „Wir freuen uns über die Zusage und werden im Rahmen unseres gemeinsamen Forschungsvorhabens ein modulares Hardware- und Regler-Konzept für relevante Netz-Anwendungsfälle entwickeln“ erklärt Fabian Eckl, Leiter des Technikbereichs bei FENECON. Neben der Netzstabilisierung und der Reduktion von CO2, ist auch die Abdeckung von Lastspitzen ein Argument für die Installation eines Batteriespeichers im Industriebereich. STABL Energy hat bereits Erfahrungen mit der Integration gebrauchter E-Auto Batterien und hat eine Technologie entwickelt, die ausrangierten E-Auto Batterien ein zweites Leben ermöglicht: „Immer mehr Elektroautos rollen auf Deutschlands Straßen. Bereits in wenigen Jahren erwarten wir eine große Menge an alten Batterien, die als Second-Life Speicher insbesondere im Gewerbebereich sinnvoll eingesetzt werden können.“
Wissenschaftlich technisches Konzept als Basis für die Praxis Der Lehrstuhl für Elektrische Energiespeichertechnik (EES) der Technischen Universität München verfügt über fundiertes Wissen im Bereich der Batteriecharakterisierung und -modellierung und beschäftigt sich mit dem Aufbau, dem Betrieb, und der technisch-ökonomischen Anwendungsmodellierung von Batteriesystemen. Prof. Dr. Holger Hesse leitete die dortige Gruppe zu stationären Batteriespeichersystemen und hat sich in zahlreichen Forschungsvorhaben und Publikationen mit dem Betrieb von stationären Batteriespeichern in energiewirtschaftlichen Anwendungsfällen befasst. Zum 1. September 2022 wurde Prof. Dr. Hesse an die Hochschule Kempten (HS-K) berufen, um dort die Forschungsprofessur „Smarte Energiesysteme“ einzurichten und zu leiten. „Ziel unserer neuen Forschungsgruppe ist es, mittels stochastischer Optimierung und Machine Learning Methoden die Ansteuerung von Energiesystemen mit Energiespeichern in Funktionalität, Effizienz und Flexibilität zu optimieren” so Hesse. Im Laufe des Projektzeitraums von 2023 bis Ende 2025 werden auch noch weitere Partner aus der Industrie für die Vernetzung und für Workshops dazu kommen. So wird das bayerische Kooperationsvorhaben KI-M-Bat künftig über die Landesgrenze hinaus Einfluss finden.
Beteiligte Industriepartner: STABL Energy GmbH & FENECON GmbH





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