Forschung für die Energiespeicher der Zukunft

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Das Bundeswirtschaftsministerium hat am Mittwoch die Konferenz „Speicher im Kontext der Energiewende“ in Berlin durchgeführt und damit wichtige Impulse für die energie- und forschungspolitische Diskussion geliefert. Die Veranstaltung mit Teilnehmenden aus Politik, Forschung und Wirtschaft konzentrierte sich auf Technologien für die Speicherung von Strom.

Der Sprecher des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien (FVEE), Prof. Dr. Ernst Huenges vom Deutschen GeoForschungsZentrum, begrüßt die politische Aufmerksamkeit für das Thema Energiespeicher: „Für den mittel- und langfristig notwendigen, großmaßstäblichen Einsatz von Energiespeichern in der Energiewende müssen Technologien für kurzfristig und saisonal wirksame Speicher für Strom und Wärme ausgereift und wirtschaftlich sein. Um die energiepolitischen Ziele der Bundesrepublik zu erreichen, ist deshalb eine beschleunigte Entwicklung für Speichertechnologien notwendig.“

Wissenschaft und Industrie widmen sich der gesamten Bandbreite möglicher Lösungsansätze. Das Spektrum der für das künftige Energiesystem zu entwickelnden Technologien reicht von Superkondensatoren und Batterien für den Ausgleich von Stromspannungsschwankungen, über thermochemische Wärmespeicher bis hin zu geothermischen Langzeitspeichern für Wärme und Kälte. Aktuelle Projekte der anwendungsnahen Forschung und Entwicklung untersuchen z.B. Gebäudemassen als Wärmespeicher sowie kostensenkende Produktionsprozesse für Lithium-Ionen-Batterien. Speicherthemen der Grundlagenforschung sind z.B. Hochtemperatur-Wärmespeicher oder auch Wandlungsprozesse für die Speicherung von Überschussstrom in synthetischen Gasen und Kraftstoffen.

Das Optimierungspotenzial zur Steigerung der Leistungsdichten und Sicherheit sowie zur Senkung der Investitionskosten für Energiespeichertechnologien ist erheblich. FVEE-Sprecher Huenges: „Es besteht hoher Forschungs- und Entwicklungsbedarf in Bezug auf Speichermedien, Speichertechnologien und die effiziente Integration der Speicher in das Energiesystem. Die Mitgliedsinstitute des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien sind bereit, Lösungen für diese Herausforderungen zu entwickeln. Sie arbeiten an innovativen Speichertechnologien für erneuerbare Energien, die eine Grundlage bilden für die versorgungssichere, von Importen zunehmend unabhängige, kostenstabile und klimaverträgliche Energieversorgung.“

Über den FVEE:
Der ForschungsVerbund Erneuerbare Energien ist eine bundesweite Kooperation von Forschungsinstituten. Die Mitglieder erforschen und entwickeln Technologien für erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Energiespeicherung sowie deren Integration in Energiesysteme. Der FVEE repräsentiert ungefähr 80 % der Forschungs­kapazität für erneuerbare Energien in Deutschland und ist das größte koordinierte Forschungsnetzwerk für erneuerbare Energien in Europa.

Petra Szczepanski
ForschungsVerbund Erneuerbare Energien (FVEE)
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