In Folge der Diskussion um die Engpässe bei fossilen Energieträger wie Öl und Gas steigt die Nachfrage nach Wärmepumpen stark an. Die von Russland begonnen Kriegshandlungen haben die hohe Abhängigkeiten von fossiler Energie über Nacht deutlich gemacht. Die hohe Nachfrage nach Wärmepumpensystem könnten die Fachhandwerksbetriebe im SHK Gewerbe kaum noch bedienen. Anfragen der Kunden laufen oftmals ins Leere.
Nach Einschätzung des Verbandes für Wirtschaft und Umwelt in Rheinland-Pfalz (VWU) werden die Wärmepumpensysteme eine zentrale Komponente für die Wärmewende werden. Sie seien nicht nur im Neubau, sondern auch in Bestandsgebäuden einsetzbar, wie eine Studie des Fraunhofer ISE Instituts (https://youtu.be/hAKpfbKVoio) zeige. Nicht nur in Gebäudeheizungen, sondern vermehrt auch in Wärmenetzen werden Wärmepumpen die Kraft-Wärme-Kopplung ablösen. Fossile Energieträger werden ganz aus dem Gebäudesektor verschwinden.
So sei absehbar, dass die Wärmepumpensystemen vor einem großen Marktwachstum stehen. Gleichzeitig sei zu beobachten, dass die SHK Fachbetriebe auf diesen notwendigen Markthochlauf nicht vorbereitet sind. Der Wirtschaftsverband VWU fordert deshalb von der Landesregierung eine Initiative, den Fachkräftemangel bei Handwerkern und Ingenieuren für die Energiewende zu reduzieren und den Aus- und Weiterbildungsstand zu erhöhen. So seien erforderlich:
- Regionale Arbeitsmarktkonferenzen mit Arbeitsagenturen, Kammern, Berufsbildenden Schulen und Hochschulen
- Kompetenzzentren für Energiespeicherung und Energiesystemmanagement bei Kammern und Hochschulen
- Mehr Fort- und Weiterbildungsprogramme für Handwerker, Architekten und Ingenieuren
- Recruitinganstrengungen in Branchen, die Arbeitskräfte freisetzen müssen, wie in der fossilen Energiewirtschaft oder der Automobilbranche
- Angebote für Quereinsteiger aus dem KFZ Handwerk und Schornsteinfegerhandwerk
- Entwicklung neuer Berufsbilder für den Bedarf bei der Energiewende
- Verbesserung von Smart Grid Systemen zur Kommunikation der Komponenten der Energiewende untereinander
Das Land müsse weiterhin sämtliche Verordnungen überprüfen, um den Genehmigungsprozess für Wärmepumpensysteme zu verschlanken und den Hochlauf zu unterstützen. Mit Verweis auf eine Broschüre (https://www.sma-sunny.com/wp-content/uploads/2016/02/Leitfaden_Waermepumpen_final.pdf) der Energieagentur NRW weist der Wirtschaftsverband VWU abschließend daraufhin, dass sich Wärmepumpen auch sehr gut mit Solaranlagen kombinieren lassen.





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