ESG-Berichtspflicht vorbereiten: Was jetzt in den Nachhaltigkeitsbericht gehört und wie PV dabei hilft

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Warum ESG-Berichte für Unternehmen jetzt relevant sind

Stellen Sie sich vor: Ihr Unternehmen steht kurz vor der nächsten ESG-Berichterstattung.
Die Zahlen sind ordentlich, doch beim Thema Energieverbrauch zeigt sich ein Problem: hohe Kosten und ein hoher CO₂-Ausstoß. Mit gezielten Maßnahmen lässt sich dieses Dilemma allerdings in konkrete Vorteile verwandeln: Dank der Kombination aus Photovoltaik und Speicherlösungen können Sie nicht nur Kosten senken und den Energieverbrauch optimieren, sondern gleichzeitig die ESG-Ziele Ihres Unternehmens aktiv unterstützen.

In diesem Beitrag erklären wir, wer von der ESG-Berichtspflicht betroffen ist, welche Inhalte in den Nachhaltigkeitsbericht gehören und wie Sie Photovoltaik gezielt als ESG-Booster einsetzen, um Ihre Unternehmensstrategie zu stärken. Außerdem zeigen wir, wie VODASUN mit PPA-Modellen und Stromspeichern praxisnah hilft, die Nachhaltigkeit messbar zu machen und wirtschaftlich vorteilhaft zu gestalten.

Die ESG-Berichtspflicht: Wer ist betroffen?

Ab 2025 werden laut Angaben der CSR (Corporate Social Responsibility; übersetzt in etwa: unternehmerische Gesellschaftsverantwortung) in der EU bis zu 50.000 Unternehmen von der neuen Berichtspflicht der CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) betroffen sein. In Deutschland sind das etwa 13.000 Unternehmen.
Unternehmen müssen mindestens zwei von drei Kriterien erfüllen:

  • über 250 Mitarbeitende, 
  • Bilanzsumme über 25 Mio. €, 
  • oder Nettoumsatz über 50 Mio. €. (gültig für große Unternehmen, KMU mit Kapitalmarktorientierung folgen mit Übergangsfristen)

Zentrale Inhalte

Die Berichte müssen gemäß CSRD und ESRS (European Sustainability Reporting Standards) umfassen:

  • E = Environment (Umwelt): Dazu zählen CO₂-Emissionen (Scope 1, 2 und – soweit möglich – auch Scope 3), der Energiemix sowie der Einsatz von Ressourcen.
  • S = Social (Soziales): Themen wie Arbeitsbedingungen, Gesundheit und Sicherheit, Diversität oder die Einhaltung von Standards in der Lieferkette stehen hier im Fokus.
  • G = Governance: Gemeint sind klare Verantwortlichkeiten im Unternehmen, ein wirksames Risikomanagement sowie Transparenz und Compliance in den Entscheidungsprozessen.

Ein wichtiger Punkt: die doppelte Wesentlichkeitsanalyse – also sowohl, wie ESG-Themen das Unternehmen beeinflussen, als auch wie das Unternehmen Umwelt und Gesellschaft beeinflusst.

Was in den Nachhaltigkeitsbericht gehört

Nach den Vorgaben von CSR und den ESRS-Standards gehören insbesondere folgende Bestandteile in einen aussagekräftigen Nachhaltigkeitsbericht: 

Umwelt-Kennzahlen (E)

  • Energieverbrauch und -mix: Darstellung des gesamten Strom- und Wärmebedarfs, aufgeschlüsselt nach Anteil erneuerbarer Energien. Idealerweise ergänzt um die Entwicklung der letzten Jahre.
  • CO₂-Bilanz: Erfassung von Scope 1-Emissionen (direkte Emissionen im Unternehmen, z. B. Fuhrpark, Heizungen), Scope 2-Emissionen (indirekte Emissionen aus eingekauftem Strom und Wärme) sowie – soweit möglich – auch Scope 3-Emissionen (vorgelagerte und nachgelagerte Emissionen entlang der Wertschöpfungskette). Ergänzt werden sollte dies um Zielvorgaben mit konkreten Meilensteinen.
  • Emissionsreduktion: Nachweis von Maßnahmen, z. B. durch PV-Projekte und Speicherlösungen oder intelligente Energiemanagementsysteme (EMS). Wichtig sind Vergleichsgrößen, die die Wirkung sichtbar machen (vorher/nachher).
  • Weitere Umweltindikatoren: Angaben zu Wasserverbrauch, Abfallaufkommen, Biodiversität sowie Flächenverbrauch oder -versiegelung.

Soziale Faktoren (S)

  • Arbeitsbedingungen, Gesundheit & Sicherheit: Darstellung der Maßnahmen für Arbeitsschutz, Prävention und Gesundheitsförderung.
  • Diversity & Inklusion, Mitarbeiterzufriedenheit: Kennzahlen und Initiativen zur Chancengleichheit, Vielfalt sowie Mitarbeiterbindung.
  • Lieferketten: Ergebnisse aus Risikoanalysen, Auditierungen und Maßnahmen zur Sicherstellung der Einhaltung von Menschenrechten und sozialen Standards.

Governance-Aspekte (G)

  • Struktur: Klarheit darüber, wer für ESG verantwortlich ist (z. B. ESG-Manager, CFO oder Geschäftsführung).
  • Transparenz: Offenlegung, wie Ziele festgelegt, dokumentiert und Fortschritte regelmäßig berichtet werden.

Risikomanagement & Compliance: Umgang mit Klimarisiken, regulatorischen Anforderungen und internen Kontrollmechanismen.

Unser PV-Experte und Head of Sales von VODASUN Christoph Glammert erklärt: „Photovoltaik- und Speicherprojekte haben den Vorteil, dass sie die CO₂-Bilanz verbessern und zugleich automatisch nachvollziehbare Daten zu Erzeugung, Verbrauch und Einsparungen liefern – eine solide Grundlage für den Nachhaltigkeitsbericht.“

Photovoltaik als ESG-Booster für Ihren Nachhaltigkeitsbericht

Beitrag zur CO₂-Reduktion und Energieeffizienz (E)

PV-Anlagen erzeugen Strom ohne direkte CO₂-Emissionen und leisten damit einen messbaren Beitrag zur Senkung der Scope-2-Emissionen. Je höher der Eigenverbrauch, desto stärker die Wirkung. Durch die Kombination mit Stromspeichern und intelligenten Energiemanagementsystemen (EMS) lassen sich zudem Lastspitzen abfedern, Netzbezug minimieren und der Anteil erneuerbarer Energien im Unternehmen maximieren.

Positive Effekte auf Mitarbeiter & Stakeholder (S)

Photovoltaik macht Nachhaltigkeit sichtbar: Eine PV-Anlage auf dem Unternehmensdach signalisiert den Mitarbeitenden konkretes Engagement und wirkt motivierend. Gleichzeitig nehmen Stakeholder wie Investoren und Kunden die erzielten Emissionsreduktionen und eine steigende Energieautarkie wahr – Faktoren, die Vertrauen und Glaubwürdigkeit stärken. Als Umsetzungspartner sorgt VODASUN dafür, dass Projekte realisiert und im Nachhaltigkeitsbericht klar nachvollziehbar dargestellt werden können.

Förderung von Transparenz und Nachweisbarkeit (G)

Ein weiterer Vorteil von PV-Projekten liegt in ihrer Messbarkeit. Kennzahlen wie installierte Leistung, erzeugte Strommenge oder eingesparte CO₂-Emissionen lassen sich eindeutig erfassen und entsprechen den Anforderungen gängiger Berichtsnormen wie den European Sustainability Reporting Standards (ESRS). Ergänzend schaffen PPA-Verträge Rechtssicherheit und eine klare Dokumentationsbasis für den Governance-Teil des Berichts. Durch Lebenszyklusanalysen und kontinuierliches Monitoring wird die Nachvollziehbarkeit zusätzlich gestärkt – und damit die Glaubwürdigkeit des gesamten Nachhaltigkeitsberichts.

Ein Best-Practice-Beispiel zeigt, wie Nachhaltigkeitsberichte durch konkrete Kennzahlen an Substanz gewinnen:

Ein Unternehmen, das mit VODASUN einen PPA-Vertrag abschließt und auf dem eigenen Dach eine PV-Anlage mit Speicher betreibt, kann nachvollziehbare KPIs wie die jährliche Stromerzeugung (kWh), die Reduktion des Netzstrombezugs, die Kostenersparnis oder die CO₂-Minderung berichten. Bei der Messe Berlin führt dieser Ansatz beispielsweise zu einer Einsparung von rund 2.550 Tonnen CO₂ pro Jahr. Solche Ergebnisse machen die Energieversorgung transparent und erhöhen die Überprüfbarkeit und Glaubwürdigkeit des Nachhaltigkeitsberichts.

So setzen Unternehmen PV für ihre ESG-Ziele ein

ModellBeschreibungRolle von VODASUN
Eigenbetrieb mit Speicher & EMSUnternehmen errichtet eigene PV-Anlage + Speicher, betreibt sie selbstVODASUN liefert Technologien, Speicherlösungen, EMS; volle Kontrolle über Daten & ESG Wirkung; hoher Eigenverbrauch und starke CO₂-Reduktion
PPA-ModellLangfristiger Stromliefervertrag mit PV-Produzent; keine eigene Anlage nötigVODASUN übernimmt die Projektentwicklung und den Betrieb; Unternehmen profitiert von grüner Energie, ohne volle Investition; ideal zur Einbindung ins ESG Reporting

Vorteile im Überblick

  • Kosteneinsparung: Wahlweise durch niedrigere Stromkosten, insbesondere bei steigenden Netzstrompreisen.
  • Risikoreduktion: Absicherung gegen volatile Strompreise, regulatorische Risiken (CO₂-Kosten), Versorgungssicherheit.
  • Reputation & Investorenzugang: ESG-starke Unternehmen genießen bessere Bewertungen, Zugang zu grünen Finanzierungsformen; Nachweis von PV & Speicherprojekten wirkt stark.
  • Erfüllung gesetzlicher Anforderungen: Mit PV & Speicher können Umweltkennzahlen nachhaltig verbessert werden – wichtig für CSRD, EU-Taxonomie etc.

Praxis-Tipp: Welche Daten sofort erfassen – mit Blick auf PV, Speicher & PPA

Wenn Ihr Unternehmen mit VODASUN zusammenarbeitet bzw. PV-Projekte mit PPA (Power Purchase Agreements) oder Stromspeicher realisieren möchte, sind diese Daten besonders wichtig:

  • PV-Erzeugung: Netto erzeugte Strommenge, Aufteilung zwischen Eigenverbrauch und Einspeisung.
  • Leistung & Kapazitätsfaktor: Entwicklung über die Jahreszeiten hinweg, um Ertragsprofile zu analysieren.
  • Speicherkennzahlen: Kapazität, Lade- und Entladezyklen, Wirkungsgrad sowie eventuelle Energieverluste.
  • Kosten & Einsparung: Investitionskosten (CapEx), laufende Betriebskosten (OpEx) und die Einsparung gegenüber Netzstrombezug.
  • Lebenszyklusdaten: Herstellung, Transport, Wartung und Entsorgung der Module und Speicher, um ökologische Auswirkungen nachvollziehbar darzustellen.

Durch unsere PPA-Modelle und Speicherlösungen lassen sich viele dieser Datenpunkte automatisiert oder durch Monitoring-Tools abbilden. So entsteht eine verlässliche Datenbasis, auf der Sie ESG-Berichte fundiert aufbauen können.

Fazit

Wer die aktuellen Anforderungen im Blick behält, kann daraus echten Mehrwert ziehen, denn die ESG-Berichtspflicht ist keine Hürde, sondern eine Chance: Für Transparenz, Glaubwürdigkeit, strategisches Wachstum. PV-Lösungen, besonders kombiniert mit Stromspeicher und PPA-Modellen, können einen wichtigen Bestandteil darstellen, um Umwelt-, Sozial‐ und Governance-Ziele zu erreichen und in Bericht und Realität nachzuweisen.

Was Sie jetzt tun sollten mit VODASUN als Partner:

  1. Audit & Potenzial-Analyse: Zunächst gilt es, Dachflächen, Stromverbrauch und Einsparpotenziale zu bewerten und zu prüfen, welches PV- und Speicherpotenzial realistisch umgesetzt werden kann.
  2. Datenbasis schaffen: Mit Monitoring-Tools und der Unterstützung von VODASUN lassen sich Stromerzeugung, Eigenverbrauch und CO₂-Bilanz systematisch erfassen und transparent abbilden.
  3. Ziele definieren: Konkrete Zielgrößen – etwa für CO₂-Reduktion, den Anteil erneuerbarer Energien oder Kostensenkungen – sollten festgelegt und in die ESG-Strategie eingebettet werden.
  4. Passendes Projekt-Modell wählen: Ob PPA, Mietmodell oder Eigenbetrieb: die Wahl hängt von Kostenrahmen, Investitionsbereitschaft und Risikoprofil ab. VODASUN unterstützt sowohl bei der Beratung als auch bei der Umsetzung.
  5. Reporting & Dokumentation sicherstellen: Relevante Kennzahlen sollten regelmäßig veröffentlicht, der Lebenszyklus der Anlagen transparent dargestellt und klare Verantwortlichkeiten im Unternehmen definiert werden.

Für weitere Informationen: www.vodasun.de