München, November 2014 – Viele Sektoren innerhalb der Bergbauindustrie sehen sich Herausforderungen wie niedrigere Mineralien- und Metallpreise oder die Bedrohung durch weitere Stigmatisierung ausgesetzt. Erneuerbare Energien können ein wichtiger Teil der Lösung sein, da sie die Energiekosten der Bergwerke verbessern, Widerstände der Umweltbewegung abschwächen und vor allem ein Zeichen von Zukunftsorientierung, progressivem Managfestement und Unternehmensführung senden. Eine Studie von Dr. Thomas Hillig Energy Consulting (THEnergy) auf der Basis von Expertengesprächen mit Fachleuten aus der Finanz-, Energie- und Bergbaubranche zeigt, dass die indirekten Effekte einen größeren Einfluss auf den Marktwert haben als die reinen Einsparungen bei den Stromkosten.
Stromkosten im Bergbau nehmen aufgrund des höheren Elektrizitätsverbrauchs und des steigenden Strompreise konstant zu. Insbesondere bei abgelegenen Minen können Wind- und Solaranlagen die Energiekosten erheblich senken, was einen unmittelbaren Einfluss auf die Kostenposition von Bergbauunternehmen hat. Erneuerbare Energien sind in vielen Fällen rentabel für Bergbauunternehmen, nichts desto trotz sind sie nicht auf der „National Top 100 list“ grüner Energieverbraucher der US-amerikanischen Energieagentur EPA zu finden. Diese Wertung wird angeführt von progressiven Unternehmen wie Intel, Kohl's Department Stores, Microsoft, Google und Wal-Mart. Sie verbrauchen und investieren in erneuerbare Energien, weil es zum einen wirtschaftlich vorteilhaft ist und zum anderen ihre Stellung gegenüber Konsumenten und Finanzmärkten verbessert. Bergbauunternehmen erfahren einen starken Widerstand, der sich durch das Internet leichter formieren kann. „Move Your Money UK“ ist eine nationale Kampagne, die Investoren auffordert, ihre Ersparnisse von fünf britischen Banken abzuziehen, die in Öl-, Gas- und Kohleförderung anlegen. Auf der Investitionsseite gibt es ähnliche Entwicklungen: der Rockefeller Brothers Fund hat sich bspw. kürzlich einer Desinvestition-Bewegung angeschlossen, die bekannt gab, von ihr verwaltetes Vermögen in Höhe von 50 Mrd.-US-Dollar nicht in fossile Energien zu investieren. Die direkten Auswirkungen solcher Desinvestitionen sind in aller Regel überschaubar, aber es entsteht eine erhebliche Gefahr in Hinsicht auf weitere Stigmatisierung. Dies kann zu Schwierigkeiten bei der Kreditvergabe führen, die Nachfrage nach Aktien senken und neue Regulierungen oder Genehmigungsprozesse anstoßen.
Lange Zeit konnte der Unterschied zwischen erneuerbaren Energien und Bergbau kaum größer sein. Da die Preise für Solar- und Windenergie in den letzten Jahren stark gefallen sind, investieren mittlerweile viele institutionelle Anlege in diesen Bereich und haben den Sektor professionalisiert. Führende Bergbauunternehmen wie Barrick Gold, Rio Tinto oder Glencore und kleinere Akteure wie Shanta Gold haben realisiert, dass erneuerbare Energien mittlerweile eine wirtschaftlich attraktive Lösung für zahlreiche Bergwerke sind und haben mittlerweile erste Pilotanlagen gebaut (www.th-energy.net/mining). „Bergbauunternehmen, die sich Richtung Eigenverbrauch von erneuerbaren Energien bewegen, zeigen, dass ihnen bewusst geworden ist, dass sich die Welt um sie verändert hat und dass es Risiken in Hinblick auf Energiekosten und Umweltbewegungen gibt“, erklärt Dr. Thomas Hillig, Gründer von THEnergy.
Finanzmärkte belohnen Unternehmen, die nicht Gefangene ihrer Vergangenheit bleiben, sondern aktiv nach neuen Lösungen streben. Der Einsatz von erneuerbaren Energien wird von den Finanzmärkten als Zeichen eines flexiblen und vorwärts gerichteten Entscheidungsprozesses interpretiert. Die Bergbauunternehmen, die es als erstes schaffen, aktiv Solar- und Windstrom in ihren Energiemix zu integrieren, werden deshalb als progressiv und besonders gut geführt angesehen.
Die THEnergy-Studie empfiehlt Bergbauunternehmen, schnell zu handeln, CO2-Vermeidungs- und erneuerbare Energien-Ausbauziele sowie weitere nicht-finanzielle Leistungsindikatoren in Bezug auf Energie festzuschreiben und eine umfassende erneuerbare Energien-Strategie zu entwickeln. Wie Hillig unterstreicht “bringen ambitionierte Ziele und Transparenz Pionierunternehmen zahlreiche Vorteile in der Kommunikation. Falls umfangreiche Maßnahmen durchgesetzt werden und die Finanzmärkte das Ziel der nachhaltigen Kommunikationsstrategie sind, ist ein positiver Einfluss auf die Unternehmensbewertung und die Aktienkurse zu erwarten.“
Über Dr. Thomas Hillig Energy Consulting (THEnergy)
THEnergy unterstützt Unternehmen bei der Bewältigung von energiebezogenen Herausforderungen. Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien wird Strategie-, Marketing- und Vertriebsberatung angeboten. Für Industrieunternehmen entwickelt THEnergy Energiekonzepte und zeigt auf, wie sie nachhaltiger werden und sich nachhaltiger darstellen können. THEnergy vereint Erfahrung aus der konventionellen und erneuerbaren Energieerzeugung sowie Industrie-Knowhow aus langjähriger Beratungstätigkeit. Neben Unternehmensberatung ist THEnergy im Bereich Marktinformationen zu ausgewählten Themen wie beispielsweise erneuerbare Energien und Bergbau über die Plattformwww.th-energy.net/mining aktiv.
Weitere Informationen für Journalisten und Bilder:http://www.th-energy.net/deutsch/medien-presse (auch Pressemitteilung auf Englisch)
Die Studien kann heruntergeladen werden unter:http://www.th-energy.net/english/platform-renewable-energy-and-mining/reports-and-white-papers/
Kontaktinformationen für Journalisten:
Dr. Thomas Hillig
+49-152 3618 6442
press(at)th-energy.net





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