Klagenfurt am Wörthersee (23.03.2015): Wie vielfach berichtet, wurde in Italien überraschend angekündigt, dass alle PV Anlagen am Tag der Sonnenfinsternis (20. März) heruntergefahren werden müssen. Der Netzbetreiber TERNA befürchtete einen Zusammenbruch des Stromnetzes im Falle eines kurzfristigen und gleichzeitigen Produktionsrückgangs aller Photovoltaikanlagen. Bei Nichtbeachtung der Verpflichtung wurde mit „strafrechtlicher Verfolgung“ gedroht.
In einem offiziellen Email forderte der Netzbetreiber TERNA am 14.03.2015 Betreiber von Photovoltaikanlagen mit einer Mindestgröße von 100 kWp installierter Leistung auf, ihre Anlagen am Tage der Sonnenfinsternis (20.03.2015) in der Zeit von 00:00 bis 24:00 Uhr durchgehend abzuschalten. Die organisatorische Herausforderung bestand nun darin, Anlagen nach Sonnenuntergang des Vortages vom Netz zu nehmen und vor Sonnenaufgang des Folgetages wieder zuzuschalten, damit den Investoren keine unnötigen Stromerträge entgehen. Darüber hinaus gab es eine nicht unerhebliche Verwirrung, da einige Anlagenbesitzer die Mitteilung von TERNA nicht erhalten hatten. Zusätzliche Schwierigkeiten entstanden, als TERNA zwei Tage vor der Sonnenfinsternis (18.03.2015) die Pläne noch einmal kurzfristig änderte, und für einige Anlagen die Abschaltung zurücknahm, und für andere den Zeitraum auf 07:00 bis 14:00 Uhr beschränkte. Dank einer äußerst flexiblen und kompetenten Organisation ist es ENcome gelungen, für seine Kunden sowohl den administrativen, als auch den technischen Teil der Abschaltung ohne Probleme durchzuführen. Jede Anlage wurde fristgerecht vom Netz genommen und wieder in Betrieb gesetzt, somit konnten alle Anlagen bereits am Wochenende die Stromproduktion wieder wie gewohnt in vollem Umfang aufnehmen.
Die rechtliche Grundlage einer solchen landesweiten Netzabschaltung von Photovoltaikanlagen wurde durch eine Änderung der Anlage A72 im Netzkodex von TERNA (Beschluss 421/2014/R/EEL) geschaffen. Mit 30.06.2015 müssen Photovoltaikanlagen mit einer installierten Mindestleistung ab 100kWp dahingehend umgerüstet sein, dass der Netzbetreiber die Anlagen künftig selbständig vom Netz nehmen kann. ENcome bietet seinen Kunden die vollständige technische Anpassung an die gesetzlichen Vorgaben der Fernabschaltung an, sowie die Abwicklung des Antrages auf Kostenrückerstattung bei den zuständigen Stellen.
Die ENcome Gruppe ist ein europaweit führender, unabhängiger Dienstleister für den Betrieb von Photovoltaik-Kraftwerken mit einem Fokus auf technischer Betriebsführung (O&M), technischem Asset Management (TAM) und der Erstellung technischer Gutachten. Derzeit betreut ENcome bereits Kraftwerke mit einer Nominalkapazität von mehreren hundert Megawatt in verschiedenen Ländern. Bestens qualifizierte Ingenieure stellen den optimalen Ertrag jedes Kraftwerks in beliebiger Netzumgebung sicher. Darüber hinaus bietet ENcome weitere Dienstleistungen für den gesamten Lebenszyklus von Photovoltaik-Kraftwerken gemeinsam mit internationalen Partnern wie Anwaltskanzleien, Steuerberatern und Sicherheitszentralen.





Mit dem Absenden dieses Formulars stimmen Sie zu, dass das pv magazine Ihre Daten für die Veröffentlichung Ihres Kommentars verwendet.
Ihre persönlichen Daten werden nur zum Zwecke der Spam-Filterung an Dritte weitergegeben oder wenn dies für die technische Wartung der Website notwendig ist. Eine darüber hinausgehende Weitergabe an Dritte findet nicht statt, es sei denn, dies ist aufgrund anwendbarer Datenschutzbestimmungen gerechtfertigt oder ist die pv magazine gesetzlich dazu verpflichtet.
Sie können diese Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. In diesem Fall werden Ihre personenbezogenen Daten unverzüglich gelöscht. Andernfalls werden Ihre Daten gelöscht, wenn das pv magazine Ihre Anfrage bearbeitet oder der Zweck der Datenspeicherung erfüllt ist.
Weitere Informationen zum Datenschutz finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.