Brüssel, 18. März 2024 – EIT InnoEnergy, der führende Innovationstreiber für nachhaltige Energie, gründet das paneuropäische Unternehmen Repono, das auf den Besitz und den Betrieb großer Energiespeichersysteme (ESS) spezialisiert ist. Mithilfe eines ganzheitlichen, portfoliobasierten Ansatzes, der in allen Regionen repliziert werden kann, plant Repono die Einführung von Großspeichersystemen in Europa zu standardisieren und deren Ausbau massiv zu beschleunigen. So will Repono Gigawattstunden überschüssigen erneuerbaren Stroms speichern, das Risiko von Stromausfällen verringern, die Energiepreise stabilisieren und eine durchgehende Versorgung mit sauberer Energie gewährleisten. Zu den ersten Investoren von Repono gehören außer EIT InnoEnergy Schneider Electric, SIPLEC E.Leclerc, Stena Metall, die Boryszew Group und die NTM GmbH. Ausgestattet mit einer ausreichenden Finanzierung für die kommenden Jahre strebt Repono bis 2030 einen zehnprozentigen Anteil am europäischen Gesamtmarkt an. Der wird bis dahin nach aktuellen Schätzungen eine Kapazität von rund einer Terawattstunde (TWh) haben. (1)
Um die Treibhausgasemissionen bis 2030 um 55 Prozent zu reduzieren, hat die Europäische Kommission nationale Mindestziele von 42,5 % für den Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch festgelegt. Die dazu notwendige Elektrifizierung der Wirtschaft in Verbindung mit dem rasanten Ausbau der erneuerbaren Energien macht eine rasche und flächendeckende Einführung von Großspeichern dringend erforderlich.
Rasmus Bergstrom, CEO von Repono, dazu: „Das europäische Stromnetz ist für eine stetige Einspeisung fossiler Energiequellen ausgelegt. Für den massiven Zustrom dezentraler und unsteter erneuerbarer Energien hingegen ist es nicht gewappnet. Europas entschlossene Abkehr von Kohle, Öl und Gas setzt diese veraltete Energieinfrastruktur zunehmend unter Druck. Dadurch kommt es häufig zu Drossellungen bei der Versorgung mit kostengünstiger, sauberer Energie, zu unnötig hohen Strompreisen und Stromausfällen. Das bremst die Energiewende insgesamt aus, obwohl Zeit ein Luxus ist, den wir als Gesellschaft nicht haben. Genau hier kommt Repono ins Spiel.“
Repono adressiert diese Herausforderungen in drei Schlüsselbereichen: Erstens wird das Unternehmen seine Speicherkapazitäten über Europas Spotmärkte strategisch managen. Das heißt, Repono wird unter Berücksichtigung der Marktschwankungen zum jeweils richtigen Zeitpunkt kaufen, laden, verkaufen und entladen – dies unter anderem mit dem Ziel, Überschussproduktion in Zeiten hoher Nachfrage zu verlagern. Zweitens bieten Repono sogenannten Balancing Services an, die der Netzstabilität und der Vermeidung großflächiger Stromausfälle dienen. Darüber hinaus beabsichtigt Repono, Energiespeicherkapazitäten in langfristige Stromabnahmeverträge (PPAs) zwischen großen unabhängigen Stromerzeugern und Industrieunternehmen zu integrieren, um so eine langfristige Versorgung der Unternehmen mit sauberer Energie sicherzustellen.
Christian Müller, Mitglied des Vorstands von EIT InnoEnergy und CEO für die DACH-Region, kommentiert: “ Mit der Gründung von Repono unterstreicht EIT InnoEnergy sein Engagement für die Energiewende in Europa. Vom ersten Tag seiner Gründung an ist Repono in das weltweit größte Ökosystem für nachhaltige Energie mit mehr als 1.200 Partnern aus Industrie, Finanzwelt, Forschung und Wissenschaft eingebunden. Dadurch hat es unter anderem Zugang zu unseren über 46 Portfoliounternehmen im Bereich Energiespeicher und zu den mehr als 800 Mitgliedern der Europäischen Batterieallianz. Diese Ausgangsbedingungen verschaffen Repono einen enormen Startvorteil, minimieren seine Geschäftsrisiken und versetzen das Unternehmen in die Lage, Projekte in ganz Europa schnell umzusetzen. So leistet Repono einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zur industriellen Transformation.”
Nach der Übernahme von BatteryLoop hat Repono bereits Energiespeichersysteme in den Nordischen Ländern (Nordics) in Betrieb und beschäftigt ein Team von 25 hochqualifizierten Mitarbeitern.
(1) Nach Schätzungen von EIT InnoEnergy ist bis zum Jahr 2030 ein Zubau von rund einer Terrawattstunde an Energiespeicherkapazitäten im europäischen Strommarkt erforderlich. Die Grundlage hierfür bilden die europäischen Ausbauziele bei erneuerbaren Energien bis 2030 infolge des RePowerEU-Plans.





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