Ob Extremwetterereignisse, Unfälle, terroristische oder kriegerische Angriffe: Unsere Energieversorgungssysteme sind zunehmenden Belastungen ausgesetzt, die sich nicht mehr hinreichend vorhersagen lassen oder deren Auswirkung nicht vollständig durch vorausschauende Auslegung vermieden werden kann. Das hat der Stromausfall Anfang 2026 in Berlin nachhaltig gezeigt. Nach einem Brandanschlag an einer Kabelbrücke waren 45.000 Haushalte und Gewerbebetriebe im Südwesten Berlins tagelang massiv betroffen. In Situationen wie dieser sind resiliente und krisenfähige Systeme essentiell und unverzichtbar.
Hier kommt die neue efzn-Projektausschreibung ins Spiel: Mit dem nunmehr zweiten niedersächsischen Förderprogramm für kleine, agile Projekte will der Vorstand des efzn die disziplinübergreifende Forschung zu diesem Thema gezielt stärken und belastbare Handlungsoptionen für die niedersächsische Landespolitik entwickeln. Ging es 2022 unter dem Eindruck des Angriffes Russlands auf die Ukraine um die Beschleunigung der Transformation des Energiesystems im Spannungsfeld von Energiekrise und Klimaschutz, sind niedersächsische Forschende nun dazu aufgefordert, Lösungen zur Stärkung der Krisenfähigkeit des Energiesystems Niedersachsen zu entwickeln.
Bewerben können sich Professor:innen sowie sonstige selbstständig in der Forschung tätige Hochschulmitglieder an niedersächsischen Hochschulen in staatlicher Verantwortung (§ 2 Niedersächsisches Hochschulgesetz, NHG). Die Förderdauer beträgt maximal 6 Monate (01.08.2026 bis 31.01.2027), die maximale Fördersumme pro Projekt 60.000 Euro.
Erwünscht sind sowohl technologische Fragestellungen als auch gesellschaftswissenschaftliche Ansätze. Die Förderprojekte können Forschungs- und Entwicklungsvorhaben oder Kurzstudien sein. Sie können sich mit der Aufbereitung von Materialien zur Kommunikation und Wissensvermittlung bzw. zur Vorbereitung und Unterstützung des gesellschaftlichen Wandels befassen. Ziel sollte es sein, dass das jeweilige Förderprojekt der Vorbereitung eines weiterführenden interdisziplinären und standortübergreifenden Projektantrages dient. Zudem sollen aus den Erkenntnissen, die in den Projekten gewonnen werden, konkrete Handlungsmöglichkeiten für die niedersächsische Landespolitik entwickelt werden.
Energieforschende an den niedersächsischen Hochschulen können ab sofort bis zum 30.04.2026 Projektanträge für die diesjährige efzn-Förderung einreichen. Detaillierte Informationen zu Inhalten, Rahmenbedingungen und zum Antragsverfahren finden Sie in der offiziellen Projektausschreibung: https://www.efzn.de/forschung/efzn-foerderung/2026.





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