ecop sichert sich 10,5 Millionen Euro zur Skalierung seiner industriellen Wärmepumpentechnologie

Teilen

27. Mai 2025 – Das österreichische CleanTech-Unternehmen ecop, Entwickler industrieller Hochtemperatur-Wärmepumpen, hat erfolgreich eine Finanzierungsrunde über insgesamt 10,5 Millionen Euro abgeschlossen. Ein zweiter Abschluss ist für Ende September 2025 geplant. Die Runde wurde vom global agierenden Pumpen- und Armaturenhersteller KSB angeführt und vom European Innovation Council Fund (EICF) als Co-Investor begleitet. Weitere Beteiligungen stammen von InnoEnergy, New Energy Technologies, Finadvice sowie nahezu allen bestehenden Investoren. Mit dem neuen Kapital plant ecop, seine Produktionskapazitäten auszubauen und das neue Rotordesign zur Serienreife weiterzuentwickeln.

Die Wärmepumpe von ecop ermöglicht es Industrieunternehmen und Kommunen, ihre Wärmeversorgung schnell und effizient zu dekarbonisieren und langfristig zu sichern. Mit direkten Ausgabetemperaturen von bis zu 200 °C eignet sich die Technologie ideal für zahlreiche industrielle Prozesse. Im Gegensatz zu herkömmlichen Wärmepumpen verwendet ecop ein zu 100% klimafreundliches, ungiftiges und nicht brennbares Arbeitsmedium. Die Rotationsgeschwindigkeit kann flexibel angepasst werden, um sich an unterschiedliche Temperaturen der Wärmequelle anzupassen. So kann mit Hilfe der Wärmepumpe sehr effizient gekühlt und die Temperatur der Abwärme angehoben werden, sodass sie in den unterschiedlichsten Anwendungen verwendet werden kann.

Der Leadinvestor KSB bringt als einer der weltweit führenden Hersteller von Pumpen und Armaturen jahrelange Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von rotierenden Systemen mit. Diese Expertise macht KSB zum idealen Partner für ecop, um die Skalierung der industriellen Wärmepumpentechnologie voranzutreiben.

 „Wir erleben einen weltweit steigenden Energiebedarf, wobei der Energiemix sich stark zugunsten CO2-vermeidender Verfahren verändert“ erklärt Dr. Stephan Timmermann, Sprecher der KSB-Geschäftsleitung. „Rund zwei Drittel des industriellen Energiebedarfs entfällt auf Wärme. Die Dekarbonisierung thermischer Energie birgt hier ein enormes Potenzial. ecop und KSB verbindet nicht nur die Spitzen-Technologie, sondern auch das Streben nach Nachhaltigkeit.“

Fabian Sacharowitz, CEO von ecop, erklärt: „Mit dieser Finanzierungsrunde setzen wir ein starkes Zeichen für die Wärmewende in der Industrie und im Fernwärmesektor. Die Unterstützung durch KSB, den EIC Fund und unsere weiteren Partner ermöglicht es uns, unsere Rotationswärmepumpe in die Serienproduktion zu überführen, unsere Technologie weltweit auszubauen und sie auch in höheren Leistungsbereichen von Großwärmepumpen führend zu machen.“

Bernhard Adler, CTO und Gründer von ecop ergänzt: „Wir gewinnen auch aus technologischer Sicht starke Innovationspartner mit tiefgreifendem Know-how, die uns in der Weiterentwicklung unserer Technologie gezielt unterstützen. Diese Partnerschaft ebnet den Weg, unsere Technologie als führende Lösung für industrielle Wärmepumpen zu etablieren.“

Der EIC Accelerator hatte ecop bereits im Jahr 2024 EU-Fördermittel in Höhe von insgesamt 2,5 Millionen Euro für eine innovative Wärmepumpentechnologie zur Verfügung gestellt. Das EIC unterstützt ecop nicht nur finanziell, sondern auch strategisch, um die Technologie weiterzuentwickeln und international zu etablieren. Die Beteiligung des EIC unterstreicht das Vertrauen in das Potenzial der Rotations-Wärmepumpe, einen signifikanten Beitrag zur Modernisierung industrieller Prozesse zu leisten.

„Der EIC-Fonds ist stolz darauf, ecop und seine bahnbrechende Technologie für industrielle Hochtemperatur-Wärmepumpen zu unterstützen. Diese Lösung bietet eine skalierbare Möglichkeit zur Dekarbonisierung industrieller Heizprozesse, die erheblich zum globalen Energiebedarf und zu den CO2-Emissionen beitragen. Unsere Beteiligung unterstreicht unser Engagement, europäische Cleantech-Unternehmen zu unterstützen, die das Potenzial haben, ganze Branchen zu transformieren, nachhaltiges Wachstum voranzutreiben und eine langfristige Energieunabhängigkeit in Europa zu fördern“, so Svetoslava Georgieva, Vorstandsvorsitzende des EIC Fund.

Über ecop

Ecop ist ein österreichisches CleanTech-Unternehmen, das Rotationswärmepumpen mit einer Temperatur von bis zu 200 °C herstellt. Das 2011 von Bernhard Adler gegründete Unternehmen hat nach intensiver F&E-Tätigkeit eine vollständig neue Wärmepumpentechnologie entwickelt.

Die Rotationswärmepumpe von ecop basiert auf einem reinen Gasprozess. Dieser ermöglicht es Industrieunternehmen, ihre Wärmeproduktion bis 200 °C mit kurzen Amortisationszeiten von Erdgas auf grünen Strom umzustellen und so die Wärmewende voranzutreiben. Da die ecop-Rotationswärmepumpe zudem sehr hohe Temperaturhübe bei hoher Effizienz realisieren kann und flexibel in Bezug auf Quellentemperatur und Hub ist, stellt sie für viele Anwendungsfälle in Industrie, Fernwärme und Geothermie eine optimale Lösung dar. Im Gegensatz zu herkömmlichen Wärmepumpen verzichtet die von ecop entwickelte Technologie dabei auf klimaschädliche, giftige oder brennbare Kühlmittel.

Über KSB

KSB ist ein international führender Hersteller von Pumpen und Armaturen. Der Konzern mit seiner Zentrale in Frankenthal ist mit eigenen Vertriebsgesellschaften, Fertigungsstätten und Servicebetrieben auf fünf Kontinenten vertreten. Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2024 mit rund 16.400 Mitarbeitern einen Umsatz von ca. 3 Mrd. € erzielt.

Über den EIC-Fonds

Der European Innovation Council Fund der Europäischen Kommission ist ein agnostischer Fonds: Er investiert in alle Technologien und Branchen, in alle EU-Länder und in die mit Horizont Europa assoziierten Länder. Er stellt die Investitionskomponente der gemischten Finanzierung des EIC-Beschleunigers bereit. Die Europäische Investitionsbank fungiert als Investitionsberater für den EIC-Fonds.

Der EIC-Fonds zielt darauf ab, eine kritische Finanzierungslücke zu schließen, und sein Hauptzweck besteht darin, Unternehmen bei der Entwicklung und Kommerzialisierung bahnbrechender Technologien zu unterstützen, indem er eine Brücke zu den Marktteilnehmern schlägt und diese einbindet und das Risiko durch den Aufbau eines großen Netzes von Kapitalgebern und strategischen Partnern, die für Koinvestitionen und Folgefinanzierungen geeignet sind, weiter verteilt.

Der Fonds legt besonderes Augenmerk auf die Stärkung und Unterstützung von Gründerinnen sowie auf das Ziel, die Innovationskluft zwischen den EU-Ländern zu verringern.

https://eic.ec.europa.eu/eic-fund_en