Die Essener Unternehmen E.ON SE und FAKT AG haben beschlossen, die bereits vorhandene Zusammenarbeit zu vertiefen. Während der Messe E-world unterzeichneten E.ON-Vorstandsvorsitzender Johannes Teyssen und Hubert Schulte-Kemper, Vorstandsvorsitzender der FAKT AG, eine Energiepartnerschaft. Darin vereinbaren die Partner, ihre Kompetenzen bei Stadtentwicklungsprojekten in der Metropolregion Rhein-Ruhr zu bündeln.
Konkret bezieht sich die Zusammenarbeit auf nachhaltige Energielösungen bei Großprojekten, die von der FAKT AG verwirklicht werden. Das umfasst neben der Konzeption der Projekte auch langfristige Lieferverträge für Strom und Gas, Lösungen für die Einbindung von Elektromobilität bis zum der Bau von Anlagen zur dezentralen Energieerzeugung.
„Wir wollen unsere Aktivitäten für saubere und dezentrale Energielösungen in Städten und Kommunen deutlich ausbauen. Dafür haben wir mit der FAKT AG einen wichtigen Kunden gewonnen. Wenn ein so renommierter Stadtentwickler von unseren Konzepten überzeugt ist, bestätigt das auch, dass wir mit unserer Strategie auf dem richtigen Weg sind“, sagte E.ON-Vorstandsvorsitzender Johannes Teyssen.
„Wir planen eine Reihe herausfordernder Projekte. Alle Vorhaben kennzeichnet die Gemeinsamkeit, dass sie innovativ und nachhaltig sind. Wir freuen uns, mit E.ON einen starken Partner gefunden zu haben, mit dem wir diese Ziele verwirklichen können“, betonte Hubert Schulte-Kemper, Vorstandsvorsitzender der FAKT AG.
Die FAKT-Gruppe und E.ON arbeiten bereits an verschiedenen Projekten, darunter die Revitalisierung des 100.000 Quadratmeter großen SHAMROCKPARK, dem ehemaligen RAG-Gelände in Herne, für den E.ON ein innovatives Energieinfrastrukturkonzept mit dezentraler Nahwärmeversorgung, Ladepunkten für Elektromobilität und Photovoltaik-Dachanlagen entwickeln wird. Auch eine Insellösung, bei dem industrielle Abwärme für das Energienetz des Stadtteils am Herner Shamrockring genutzt werden könnte, ist im Gespräch.
Weitere Vorhaben sind die energetische Optimierung des ehemaligen E.ON Ruhrgas-Gebäudes, heute Hauptsitz der FAKT-Unternehmensgruppe. Durch die Verknüpfung verschiedener Energieströme soll dabei in der Ruhrallee auch eine der größten Stromtankstellen für Elektrofahrzeuge im Ruhrgebiet entstehen.
E.ON wird im Rahmen dieser angestrebten Zusammenarbeit auch intelligente Energiekonzepte für das FAKT-Projekt entwickeln, im Großraum Ruhrgebiet einzelne Gewächshausparks auf einer Gesamtfläche von bis zu 300 Hektar zu bauen und zu betreiben, um Transportwege durch regionalen Gemüseanbau zu verkürzen. Den Primärenergieverbrauch für diese Gewächshäuser könnten hocheffiziente Kraftwärmekopplungsanlagen und Wärmerückgewinnungssysteme liefern. Für einzelne Standorte sind sogar Insellösungen denkbar, mit der die Energieversorgung völlig unabhängig vom Stromnetz sichergestellt werden kann.





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