Die Netze müssen intelligenter werden

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Europas Stromnetze stehen vor einem tiefgreifenden Wandel. Zum einen treiben der wachsende Bedarf durch E-Mobilität, Wärmepumpen und die zunehmende Elektrifizierung der Industrie den Stromverbrauch in die Höhe. Gleichzeitig wächst der Anteil dezentral eingespeister Erneuerbarer Energie. Diese Entwicklungen stellen die Infrastruktur vor enorme Herausforderungen, denen sie vielfach nicht gewachsen sind – auch weil viele der heute tragenden Strommasten und Steuerungssysteme bereits rund ein halbes Jahrhundert alt sind.

„Der Ausbau der Netze ist zwingend notwendig“, betont Lemcke-Braselmann, „doch das allein reicht nicht.“ Neben der Erhöhung der Kapazität brauche es vor allem ein intelligentes Management von Stromerzeugung und -verbrauch. Moderne Technologien wie Smart Meter und dynamische Stromtarife helfen dabei, Verbrauchsspitzen zu glätten und eine Überlastung des Netzes zu vermeiden. Insbesondere intelligente Steuerungssysteme ermöglichen es, den Verbrauch flexibel an die aktuelle Einspeisung anzupassen und teure Netzausbauten zu begrenzen.

Um das zu erreichen, muss das Rad nicht neu erfunden werden. Mehrere europäische Länder zeigen, wie es gehen kann: So hat Italien flächendeckend intelligente Zähler eingeführt und Steuerungsmodelle etabliert, die die Nachfrage effizienter verteilen. Dänemark setzt stark auf Speichertechnologie und flexible Tarifmodelle, während Frankreich mit der Integration digitaler Lösungen die Netzstabilität sichert. Die Erfahrungen zeigen, dass Investitionen in Digitalisierung und Flexibilität langfristig die Kosten im Zaum halten und die Versorgungssicherheit erhöhen.

„Erneuerbare Energien und Speicher verringern die Notwendigkeit für den Netzausbau, doch das allein löst nicht alle Herausforderungen“, erklärt der aream-Experte. „Die Energiewende gelingt nur, wenn Netzbetreiber, Politik und Verbraucher gemeinsam an der Modernisierung arbeiten und Innovationsbereitschaft zeigen.“ Die Umstellung zahlt sich aus: Mit flexiblen Netzen und intelligenten Steuerungssystemen bleibt der Strom auch in Zukunft bezahlbar und die Versorgung gesichert.

Über die aream Group
Die aream Group, 2005 gegründet, ist ein Investment- und Asset-Manager für institutionelle Investoren und Industriekunden mit Fokus auf nachhaltige Infrastruktur im Sektor Erneuerbare Energien. Mit den drei Bereichen Fund- und Asset-Management, Projektentwicklung und Operation Management deckt aream die gesamte Wertschöpfungskette für Erneuerbare-Energien-Investments ab. Mit mehr als 2,5 Milliarden Euro Transaktionsvolumen gehört aream zu den führenden Asset-Managern in diesem Markt, mit dem eigenen Anlagenbestand wird grüner Strom für rund 40 Millionen Euro pro Jahr umgesetzt. Seit 2008 produziert aream mehr als vier Milliarden kWh grünen Strom. Im Rahmen der Wachstumsstrategie sollen in den nächsten Jahren mehrere Solar- und Windparks sowie Batteriespeicher realisiert oder erworben werden. Allein durch die eigene Projektentwicklung verfügt aream derzeit über eine Entwicklungs-Pipeline mit großem Potenzial. Weitere Informationen: www.aream.de.