Das Ende der Förderung?

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Die Diskussion um auslaufende Wärmepumpen-Förderungen verunsichert viele Hausbesitzer. Doch selbst ohne staatliche Unterstützung sprechen die Fakten eine klare Sprache: Wärmepumpen sind die wirtschaftlichere Alternative zu fossilen Heizungen – und das über die gesamte Nutzungsdauer.

Effizient im Betrieb, günstig in der Bilanz

Ein durchschnittlicher Vierpersonenhaushalt spart mit einer Wärmepumpe bereits heute rund 30 Prozent der Betriebskosten im Vergleich zu Gas oder Öl. Während eine Gasheizung mit 2.200 Euro und eine Ölheizung mit 2.000 Euro jährlich zu Buche schlagen, kommt eine Wärmepumpe auf nur 1.600 Euro – eine Ersparnis von bis zu 600 Euro pro Jahr.

Der Grund liegt in der hohen Effizienz: Eine Wärmepumpe erzeugt aus jeder Kilowattstunde Strom drei bis fünf Kilowattstunden Heizleistung. Diese Effizienz macht sich bezahlt: Über die typische Nutzungsdauer von 20 Jahren rechnet sich eine Wärmepumpe auch ohne Förderung.

Dynamischer Stromtarif und Smart Meter: Intelligente Technik senkt Stromkosten

Das Einsparpotenzial ist damit noch nicht ausgeschöpft: Mit einem dynamischen Stromtarif und intelligenter Steuerung kann eine Wärmepumpe automatisch dann laufen, wenn der Strom besonders günstig ist. Das senkt die Betriebskosten bereits um bis zu 30 Prozent. Unter dem Energiewirtschaftsgesetz sind noch weitere Ersparnisse von mehreren hundert Euro pro Jahr drin.

Heizen mit Gas und Öl wird teurer bis unmöglich bei Aus der Gasnetze

Während die Branche bei Wärmepumpen mit sinkenden Anschaffungspreisen rechnet, werden fossile Heizungen immer kostspieliger: Die CO₂-Abgaben für Gas und Öl könnten in den kommenden Jahren um das Siebenfache steigen. Zudem planen erste Städte wie Mannheim bereits die Abschaltung ihrer Gasnetze in den nächsten zehn Jahren.

Klarer Klimavorteil: Fast zwei Drittel weniger CO₂-Ausstoß

Auch beim CO₂-Ausstoß schneidet die Wärmepumpe deutlich besser ab: Mit 1,9 Tonnen pro Jahr stößt sie weniger als die Hälfte der CO₂-Emissionen einer Gasheizung (4,0 Tonnen) und nur etwa ein Drittel einer Ölheizung (5,3 Tonnen) aus. Mit dem steigenden Anteil erneuerbarer Energien im Stromnetz wird diese Bilanz künftig noch besser.

Die Wärmepumpe ist nicht nur die klimafreundlichere, sondern auch die wirtschaftlichere Option fürs Heizen. Selbst ohne Förderung rechnen sich die höheren Anschaffungskosten durch niedrigere Betriebskosten. Mit steigenden CO₂-Preisen und dem absehbaren Ende fossiler Infrastruktur wird dieser Kostenvorteil in Zukunft noch deutlicher ausfallen.