Hamburg, 22. Juni 2019 – CSU-Parteichef Markus Söder fordert einen beschleunigten Ausstieg aus der Kohle bis zum Jahr 2030. Anders seien die deutschen Klimaziele nicht zu erreichen, sagte der bayerische Ministerpräsident dem „Münchner Merkur“ (Samstag). Strukturhilfen für den Kohleausstieg sollen laut Söder an Förderprogramme für Erneuerbare Energien geknüpft werden. Als CSU-Vertreter in der Kohlekommission hatte Söder Ende Januar das Sondervotum der Umweltverbände für einen Kohleausstieg 2030 in der Endempfehlung der Kommission nicht unterstützt. Es kommentiert Greenpeace Geschäftsführer, Martin Kaiser, selbst Mitglied in der Kohlekommission:
„Markus Söder hat Recht, die letzten Kohlekraftwerke müssen bis 2030 vom Netz. Jetzt muss er sich als Chef einer Regierungspartei auch dafür stark machen, dass die ersten Meiler schon in diesem Jahr abgeschaltet werden. Die Klimakrise lässt sich nur mit schnellen Schritten eindämmen, und weite Teile gerade der jüngeren Bevölkerung erwarten jetzt genau solche Schritte von der Bundesregierung.
Aber Schröder darf mit seinem neuen Enthusiasmus für einen schnellen Kohleausstieg nicht von der Verantwortung seines Parteifreunds Verkehrsminister Scheuer ablenken. Ohne einen Umstieg auf abgasfreie Autos, der mit einer jährlichen E-Auto-Quote beschleunigt wird, bleibt der Verkehr weiter der Problemfall im Klimaschutz.“
Sie erreichen Martin Kaiser unter Tel. 0171-8780817





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