CO2-Bepreisung verbraucherfreundlicher gestalten

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• Nur ein Viertel der Befragten unterstützt eine höhere CO2-Bepreisung, wenn die Einnahmen im Staatshaushalt verbleiben.
• vzbv fordert in einem Positionspapier Leitplanken für eine klimawirksame und verbraucherfreundliche CO2-Bepreisung.
• vzbv fordert CO2-Bepreisung unabhängig von Höhe mit Pro-Kopf-Klimascheck an Verbraucher:innen rückzuerstatten.

59 Prozent der Befragten unterstützen eine höhere CO2-Bepreisung, wenn die Einnahmen daraus vollständig an die Gesamtheit der privaten Verbraucher:innen zurückfließen, zum Beispiel in Form eines Klimaschecks. Sollte das Geld in den Staatshaushalt fließen, lehnt dagegen eine deutliche Mehrheit von 71 Prozent eine höhere CO2-Bepreisung ab. Das ergibt eine repräsentative Umfrage von Kantar im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv). Um den CO2-Preis verbraucherfreundlich und klimawirksam weiterzuentwickeln, fordert der vzbv neben einem Klimascheck ein Mobilitätsgeld und die Förderung der energetischen Gebäudesanierung.

„Die Mehrheit der Verbraucher:innen unterstützt bei vollständiger Rückerstattung weiter die CO2-Bepreisung. Die Umfrage belegt, dass die Mehrheit der Verbraucher:innen bereit ist, eine ambitionierte Klimaschutzpolitik mitzutragen. Gleichzeitig machen sich 45 Prozent der Befragten Sorgen, dass die Mehrkosten für sie zu einer zu starken finanziellen Belastung werden könnten. Die politischen Parteien müssen eindeutig erklären, wie sie die klimapolitisch richtige Verteuerung von Heiz- und Kraftstoffen verbrauchergerecht und sozial abfedern wollen“, sagt Klaus Müller, Vorstand des vzbv. Der vzbv setzt sich für eine Pro-Kopf-Rückerstattung ein. „Ein Klimascheck an jede Bürgerin und jeden Bürger würde helfen: zum einen Mehrbelastung reduzieren, zum anderen den Umstieg auf klimaverträglichere Alternativen erleichtern. Bis dieser rechtlich möglich ist, erreicht eine Entlastung durch eine Strompreissenkung das gleiche Ziel“, so Müller.