Dieser Beitrag bietet einen kompakten Überblick über den Hintergrund des CBAM, die Kostenlogik und die möglichen Auswirkungen auf die Marktstrukturen. Detaillierte Berechnungen, Analysen zur Lieferkette sowie Handlungsoptionen für Unternehmen finden Sie im Originalartikel „Welche Auswirkungen könnte der CBAM auf Modulpreise haben?“.
Preisszenarien ab 2026/27
Ab 2026/27 könnten die Preise für Solarmodule infolge des CBAM um 15–25 % steigen. Der Mechanismus verknüpft die CO₂-Emissionen importierter Produkte mit dem Preis im EU-ETS und setzt damit insbesondere den europäischen Markt unter Druck, der stark von Produktionskapazitäten in China und Südostasien abhängig ist.
Auswirkungen auf Lieferketten
Bei einem Referenzwert von 500 kgCO₂e/kWp und einem ETS-Preis von 72 €/tCO₂e würde die CBAM-Abgabe für ein 450-Watt-Modul rund 16 Euro betragen. Besonders Module im unteren Preissegment wären davon stark betroffen, mit relativen Aufschlägen von bis zu 30–40 %. Gleichzeitig dürfte der CBAM die Lieferketten neu ordnen: Einige Hersteller könnten Kapazitäten nach Europa oder in Länder mit niedrigeren Emissionen verlagern, während europäische Produzenten von der Befreiung von CBAM-Abgaben profitieren.
Kurz- und Langfristperspektive
Kurzfristig ist mit Preissteigerungen von 5–10 % und strengeren Anforderungen an die Transparenz von CO₂-Daten zu rechnen. Mittel- bis langfristig könnten zusätzliche Kosten von 15–25 % die Marktbedingungen neu definieren – grüne Lieferketten und eine stärkere Lokalisierung der Produktion würden zu zentralen Wettbewerbsfaktoren.
Fazit: Handlungsbedarf für Unternehmen
Insgesamt ist der CBAM ein wichtiger Treiber für die Transformation der Solarindustrie. Doch unabhängig davon, ob Solarmodule künftig offiziell in den Anwendungsbereich fallen, gilt: Unternehmen und Investoren müssen sich frühzeitig auf steigende Kosten und eine mögliche Umstrukturierung der Lieferketten vorbereiten, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.





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