Bundestag will mehr wissenschaftliche Beratung

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Könnte Climate Engineering als eine Art „Notfalltechnologie“ beitragen, den Klimawandel zu verhindern oder seine Folgen einzudämmen? Welche Konsequenzen hätte ein flächendeckender und lang anhaltender Stromausfall für Infrastruktur und öffentliche Ordnung? Wo liegen die Chancen und die Risiken des Einsatzes von Robotern bei der Pflege älterer Menschen? „Wir beobachten, dass es immer mehr Fragen zu den Auswirkungen neuer Technologien gibt, für deren Beantwortung sich die Fraktionen des Bundestags eine unabhängige und wissenschaftlich fundierte Beratung wünschen“, sagt Professor Armin Grunwald, der seit 1999 das Institut für Technikfogenabschätzung und Systemanalyse des KIT und seit 2002 auch das TAB leitet. „Die Verbesserung der finanziellen Voraussetzungen unserer Arbeit ist für uns ein deutliches Signal großer Wertschätzung und eine elementare Voraussetzung, um die gewachsenen Ansprüche an die wissenschaftliche Beratung auf hohem Niveau erfüllen zu können“, so Grunwald.

Seit 26 Jahren berät das TAB den Deutschen Bundestag in wesentlichen Fragen des wissenschaftlich-technologischen Wandels. Rund 200 Berichte für den Bundestag sind entstanden. In den parlamentarischen Beratungsprozess flossen zuletzt unter anderem Ergebnisse von Berichten zur Synthetischen Biologie, zu Modernen Stromnetzen als Schlüsselelement nachhaltiger Energieversorgung, zur Inwertsetzung von Biodiversität, zur Online-Bürgerbeteiligung an der Parlamentsarbeit oder zur Online-Mediensucht ein. Aktuell in der Vorbereitung sind unter anderem Analysen zur Robotik in der Pflege, zum Data-Mining und zu den Chancen und Risiken mobiler und digitaler Kommunikation in der Arbeitswelt, aber auch zu den Auswirkungen von Beobachtungstechnologien im Bereich der zivilen Sicherheit.

Den gewachsenen Aufgaben entsprechend bietet das TAB mittler-weile – neben umfangreichen Arbeitsberichten – eine Reihe weiterer Arbeits-, Präsentations-, Diskussions- und Beteiligungsformate an: Zukunftsstudien mittels der Methode des Horizon-Scanning, Stakeholder Panel-Umfragen und -workshops oder öffentliche Fachgespräche richten sich nicht nur an die Abgeordneten und Parlamentsgremien, sondern auch an Interessierte aus Ministerien, Behörden, Bildungs- und Forschungseinrichtungen und nicht zuletzt an die Öffentlichkeit. Mit dem jetzigen Beschluss des Bundestages erhöht sich das Budget des TAB auf rund 2,6 Millionen Euro. Neben dem Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse des KIT sind seit 2013 auch das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) in Berlin, das Helmholtz-Institut für Umweltforschung (UFZ GmbH) in Leipzig sowie die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH (VDI/VDE-IT) in Berlin als Kooperationspartner am TAB beteiligt.

Archiv der bisherigen TAB-Berichte:https://www.tab-beim-bundestag.de/de/publikationen/index.html

Weiterer Kontakt:

Kosta Schinarakis, PKM – Themenscout,
Tel.: +49 721 608 41956
Fax: +49 721 608 43658
E-Mail:schinarakis@kit.edu

Jonas Moosmüller, ITAS – Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +49 721 608 26796
E-Mail:jonas.moosmueller@kit.edu

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) verbindet seine drei Kernaufgaben Forschung, Lehre und Innovation zu einer Mission. Mit rund 9 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie 25 000 Studierenden ist das KIT eine der großen natur- und ingenieurwissenschaftlichen Forschungs- und Lehreinrichtungen Europas.

KIT – Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft

Das KIT ist seit 2010 als familiengerechte Hochschule zertifiziert.

Diese Presseinformation ist im Internet abrufbar unter:www.kit.edu