Berlin, den 3. März 2016 – Seit dem 16. Januar ist bekannt, dass die Europäische Union die Wirtschafts- und Finanzsanktionen gegen den Iran aufhebt. Damit eröffnen sich für ausländische Investoren spannende Chancen in einem der größten Absatzmärkte des mittleren Ostens. Angesichts eines neuen Einspeisetarifs für die Wind- und Solarenergie sind die Erwartungen an einen schnell wachsenden Photovoltaik-Markt enorm. Aus diesem Grund untersuchte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) schon zwischen Oktober und Dezember 2015 vor Ort die Marktbedingungen für große und kleine Photovoltaik-Projekte im Iran. Die Studie „Enabling PV Iran“ beschreibt die Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen, die gerade durch die neuen Einspeisetarife zwischen ca. 0,17€ und 0,30€ hoch profitabel sein können. Es wurden zwei typische Anlagensegmente untersucht, für die aufgrund eines standardisierten Power Purchase Agreements (PPA) funktionierende Geschäftsmodelle vorliegen: eine 5-Megawattpeak- und eine 50 Kilowattpeak-Anlage.
Als größte Herausforderungen gelten die zurzeit noch hohen lokalen Bankzinsen von circa 25 Prozent sowie der Geldtransfer. Allerdings ist zu erwarten, dass sich mit der Aufhebung der Wirtschaftssanktionen auch die Finanzkonditionen deutlich verbessern werden. „Der Iran bietet ein riesiges Absatzpotential für unsere Solarfirmen und der politische Wille, diesen Markt zum Erfolg zu führen, ist überdeutlich erkennbar. Was nun zählt, ist die Geschwindigkeit und die Beharrlichkeit, Geschäftskontakte aufzubauen“, so Jörg Mayer, der als Geschäftsführer des BSW-Solar die Marktstudie leitete.
Der Investorenleitfaden „Enabling PV Iran“ kann von Investoren, Zulieferern und Planungsfirmen als Anleitung für die Projektentwicklung vor Ort genutzt werden. Er enthält nützliche Hinweise zum Aufbau geschäftlicher Netzwerke und zur Transaktionsabwicklung. Der Leitfaden wurde bereits im vergangenen Dezember im Rahmen eines Workshops in Teheran mit iranischen Entscheidungsträgern aus Regierung und Industrie diskutiert und für gut befunden. Das Interesse an einer Zusammenarbeit mit Solarunternehmen aus Deutschland wurde im Projektverlauf sehr deutlich, Produkte und Dienstleistungen „Made in Germany“ stehen im Iran hoch im Kurs.
Die Ergebnisse der Studie sowie die Präsentationen des Workshops finden Sie hier (http://bsw.li/1QtTBon). Der Leitfaden ist kostenlos.
Das Projekt wurde vom Auswärtigen Amt finanziert und mit Unterstützung der Iran-Wind Group sowie den Unternehmensberatungen eclareon und Pflüger International umgesetzt.
PRESSEKONTAKT / REDAKTIONELLE RÜCKFRAGEN:
David Wedepohl, Pressesprecher
Bundesverband Solarwirtschaft e.V.
Französische Straße 23
10117 Berlinwedepohl@bsw-solar.deTel.: 030 / 29 777 88 30www.solarwirtschaft.de





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