Berlin, den 22. Dezember 2015. Der Bürgerdialog Stromnetz blickt nach nicht einmal zwölf Monaten Laufzeit auf ein bewegtes erstes Jahr zurück. An dessen Ende sind mit dem Energieleitungsbaugesetz, das am 18.12. auch vom Bundesrat bestätigt wurde, neue politische Vorzeichen gesetzt. Insbesondere der darin festgeschriebene Vorrang für Erdverkabelung auf den großen Gleichstromtrassen wird vermutlich zur Neuplanung einiger großen Vorhaben führen. Damit eröffnen sich für den Bürgerdialog Stromnetz viele neue Themen, Zielgruppen und sicherlich auch Diskussionslinien.
Öffentlicher Startschuss für die Arbeit des Bürgerdialog Stromnetz war die Auftaktveranstaltung am 18. Mai 2015, zu der nicht nur offizielle Vertreter, sondern auch viele der Bürgerinitiativen vor Ort erschienen. Im Rahmen verschiedener Diskussionsformate kamen die doch recht unterschiedlichen Teilnehmenden ins Gespräch und nutzten die Chance für einen konstruktiven Meinungsaustausch.
Seither erfolgte sukzessive die Eröffnung von zehn Bürgerbüros in den vom Stromnetzausbau besonders betroffenen Regionen. In mehr als 250 Bürgersprechstunden beantworteten unsere Experten die vor Ort virulenten Fragen zum Netzausbau, zu den Zuständigkeiten kommunaler Behörden und Übertragungsnetzbetreiber, dem Planungsprozess sowie den Möglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger, sich daran zu beteiligen. Mit mehr als 10.000 zurückgelegten Kilometern hat das mobile Bürgerbüro in über 80 Städten Station gemacht und dort zum Stromnetzausbaus informiert, wo Menschen Fragen zur Energiewende haben oder direkt vom Stromnetzausbau betroffen sind.
Auf mehr als 26 unterschiedlichsten Veranstaltungen – von kleinformatigen Dialogabenden über spezifisch zugeschnittene Multiplikatoren-Workshops bis hin zu großen Bürgerkonferenzen waren in diesem Jahr schon mehr als 600 Bürgerinnen und Bürger, Kritiker und Befürworter des Netzausbaus zu Gast bei der Initiative Bürgerdialog Stromnetz. Darunter fanden sich Menschen mit wenig bis gar keinem Vorwissen zum Thema, aber auch Expertinnen und Experten sowie gut informierte Laien, die sich konstruktiv in die Diskussion einbringen möchten. Die Themenvielfalt auf diesen Veranstaltungen reichte von den grundsätzlichen Fragen nach dem Bedarf für einen Ausbau des Stromnetzes und dessen gesetzlichen Rahmenbedingungen über Fragen der Gesundheit und des Wohnumfeldschutzes bis hin zu Diskussion der verschiedenen Technikoptionen und möglichen Alternativen. Zu diesen Themen traten unsere Regionalmanagerinnen und -manager natürlich auch als Experten auf den Veranstaltungen Dritter auf.
Neben Bürgerinnen und Bürgern galt es insbesondere, den Austausch auf kommunaler, regionaler und Landesebene zu initiieren und die Angebote des Bürgerdialog Stromnetz vorzustellen. An mehreren Standorten wurden regionale Netzwerke zum Stromnetzausbau initiiert, die den offenen Dialog zwischen den unterschiedlichen Interessengruppen eröffnet haben und langfristig unterstützen sollen. Für verfahrene Konfliktsituationen wurden die Möglichkeiten von geregelten Konfliktlösungsverfahren und Mediationen ausgearbeitet. Dieses Angebot wird Vorhabenträgern, Bürgerinitiativen und anderen Interessenten bekanntgemacht.
Auf der Internetplattformwww.buergerdialog-stromnetz.de können sich Interessierte umfassend über die Arbeit des Bürgerdialog Stromnetz vor Ort, die Energiewende und den Netzausbau informieren. Mit einer Postleitzahlensuche kann schnell Auskunft eingeholt werden, ob und inwieweit die jeweilige Region von Planungen betroffen ist, in welchem Stadium sich die Vorhaben befinden, welche Fragen diskutiert werden und welche Beteiligungsmöglichkeiten und wichtigen Termine es gibt. Natürlich werden hier auch die anstehenden Aktivitäten des Bürgerdialog Stromnetz angezeigt und über eine multimediale Dokumentation den Beteiligten wie auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Neben den Informationsangeboten bietet die Plattform mit dem Bürgerbüro Online, aktuellen Dialogformaten und Expertenchats Möglichkeiten zum Austausch.
Die Pressestelle beantwortet nicht nur eingehende Anfragen, sondern kommuniziert aktiv in die jeweiligen Regionen, lädt zu Einzelgespräche und Journalistenworkshops, gewinnt Fürsprecher der Initiative und produziert Informationsmaterialien zu aktuellen Themen.
Der BDS freut sich auf die vielen Fragen und neuen Herausforderungen des kommenden Jahres.
Für Fragen wenden Sie sich bitte an:
Herrn Mikiya Heise
Projektbüro Bürgerdialog Stromnetz Schlesische Straße 26
10997 Berlin www.buergerdialog-stromnetz.de
Tel.: 030 – 030 609 871 670
Fax: 030 – 030 609 871 679
E-Mail: presse@buergerdialog-stromnetz.de Twitter: @stromnetzdialog
Über den Bürgerdialog Stromnetz: Der Bürgerdialog Stromnetz ist die Initiative für einen offenen und transparenten Austausch aller Interessierten rund um den Stromnetzausbau in Deutschland. Dafür stellt er unabhängige Informationen bereit. Außerdem zeigt der Bürgerdialog Stromnetz, wie sich Bürgerinnen und Bürger in die Stromnetzdebatte einbringen können. Er nimmt Diskussionen in den Regionen auf und ergänzt diese durch Bürgerbüros vor Ort sowie im Internet auf www.buergerdialog-stromnetz.de und bei Twitter (@stromnetzdialog). Der Bürgerdialog Stromnetz wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.





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