Ostrom, der führende deutsche Anbieter dynamischer Stromtarife, korrigiert seine Smart-Meter-Ausbau-Prognose stark nach oben. Bis Ende 2026 rechnet das Unternehmen jetzt damit, 100.000 Smart Meter zu verbauen – eine Verzehnfachung der bisherigen Schätzung. Bis 2030 sollen insgesamt eine Million Ostrom-Kunden mit Smart Metern versorgt sein. Der Ausbau von Ostroms digitaler Energiemanagement-Plattform mithilfe von Branchenpartnerschaften, die damit verbunden gestiegene Nachfrage sowie unterstützende gesetzliche Rahmenbedingungen ab kommendem Jahr führen zu diesem Optimismus.
„Wir gehen davon aus, dass die Marktentwicklung und unsere Vorbereitungen der letzten Jahre es uns ermöglichen werden, unsere jährlichen Installationen von Smart Metern deutlich zu steigern”, stellt Matthias Martensen, Co-Gründer und CEO von Ostrom, in Aussicht. „Wir leisten damit einen entscheidenden Beitrag zur Digitalisierung und Modernisierung des deutschen Strommarkts. Die Aussicht auf eine Million Ostrom-Smart-Meter bis 2030 verdeutlicht, was für ein Wachstumstrend uns in der Branche bevorsteht. Aktuell gibt es gerade einmal rund 500.000 Smart Meter in Deutschland.“
Nach eigenen Angaben hat Ostrom bereits heute mehr als 2 Prozent seiner Kunden mit Smart Metern ausgestattet. Laut Martensen sei das Unternehmen auf dem besten Weg, diesen Anteil bis Ende dieses Jahres auf 5 Prozent der Ostrom-Kunden zu erhöhen. Zum Vergleich: Das entspricht dem Fünffachen des aktuellen Bundesdurchschnitts in Deutschland – zurzeit wird in der Branche mit einer Smart-Meter-Durchdringung von einem Prozent der deutschen Haushalte gerechnet.
Deutschland steht vor einer Smart Meter Offensive
Smart Meter sind intelligente Stromzähler, die den Energieverbrauch in Echtzeit messen und diese Daten automatisch an den Energieversorger übermitteln. Im Vergleich zu herkömmlichen Stromzählern hat ein Smart Meter zahlreiche Vorteile: Vor allem bietet er Stromkunden maximale Transparenz über ihren Stromverbrauch. Er ist außerdem die Voraussetzung für den Einsatz dynamischer Stromtarife, bei denen die Stromkunden zu jeder Zeit den Preis zahlen, den der Strom an der Börse kostet.
In der Energiewende spielen Smart Meter auch für Netzbetreiber eine entscheidende Rolle. Ihre Echtzeit-Daten erlauben es ihnen, das Stromnetz effizient zu steuern und Lastspitzen besser zu managen. Das ist besonders dann relevant, wenn die Stromversorgung zu großen Teilen aus erneuerbaren Energiequellen erfolgt, die naturgemäß schlechter planbar sind. Das findet auch die Mehrheit der Deutschen: Laut einer Studie des Digitalverbands bitkom e.V. vom März dieses Jahres sehen 83 Prozent in der Digitalisierung eine Chance für die Energiewende. 63 Prozent können sich einen Smart Meter Einbau für ihren Haushalt vorstellen – das ist fast eine Verdoppelung im Vergleich zu 2020 (36 Prozent).
All das sind Gründe, die auch die Bundesregierung dazu bewegt haben, Smart Meter als Schlüsselkomponente einer modernen Energiewirtschaft zu definieren. Ab 2025 ist der Einbau von intelligenten Messsystemen verpflichtend für Haushalte mit einem Jahresstromverbrauch von über 6.000 Kilowattstunden. Auch Haushalte mit einem geringeren Verbrauch haben ab dem kommenden Jahr ein Recht auf den Einbau eines Smart Meters.





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