Stuttgart, 14.07.2025 – Bidirektionales Laden steht in den Startlöchern. Noch fehlen die entscheidenden Normen für den Marktstart, doch die Industrie arbeitet mit Hochdruck an entsprechenden Angeboten – und viele E-Auto-Fahrer warten bereits darauf, dass es endlich losgeht. Die Bidirectional Charging Study hat nun zum dritten Mal untersucht, welche Erwartungen, Barrieren und Präferenzen es bei potenziellen Nutzern in Deutschland gibt.
- Von idealistisch zu wirtschaftlich: Motive verändern sich
Vieles spricht für bidirektionales Laden. Ökologische Überzeugung ist für viele der erste Impuls. Mit zunehmender Marktverbreitung gewinnen aber wirtschaftliche Motive die Oberhand. Die größten Barrieren: Sorgen um die Batterielebensdauer, mangelndes Vertrauen in die Technologie und eine als unzureichend empfundene finanzielle Incentivierung. - Vehicle-To-Grid: Bereit, wenn die Vergütung stimmt
Bei Vehicle-to-Grid liegen die Vorteile vor allem bei Netzbetreibern und Energieversorgern. Damit Fahrer tatsächlich einsteigen, müssen die erwarteten finanziellen Vorteile nennenswert sein. Die Befragten erwarten eine Vergütung, die deutlich über dem Einkaufspreis liegt. - Vehicle-To-Home: Bereit, wenn der Preis stimmt
Bei Vehicle-to-Home profitieren vor allem die Nutzer selbst. Die Mehrheit ist bereit, bis zu 1.500 Euro in Wallbox und Fahrzeugtechnik zu investieren, um V2H nutzen zu können. - Vertrauen entscheidet – „alles aus einer Hand“ bevorzugt
Ladetechnikanbieter genießen aktuell das höchste Vertrauen als Lösungspartner – insbesondere, wenn sie eine Komplettlösung anbieten. Mit dem Einstieg neuer Kundensegmente in die Elektromobilität verschieben sich jedoch die Präferenzen: Energieversorger, Energiedienstleister, Autohändler und Autohersteller gewinnen an Bedeutung. Wer vorn liegt, hängt ab vom jeweiligen Use-Case und den individuell wahrgenommenen Hürden.
Über die Studie:
Im April 2025 wurden insgesamt 1.862 E-Auto-Fahrerinnen und -Fahrer mit unterschiedlichen Ladegewohnheiten befragt. Zusätzlich diente eine Vergleichsgruppe von 506 Verbrenner-Fahrern mit unterschiedlich starkem Interesse an E-Autos als Referenz. Die Studie wurde in Deutschland durchgeführt. Zur Ermittlung der Nutzungsbereitschaft kam das Pain-Gain-Konstrukt zum Einsatz.
Zitat Dr. Axel Sprenger, Gründer und Geschäftsführer USCALE GmbH:
„Bidirektionales Laden bringt viele Vorteile – vor allem für die Industrie. Bidi-Laden wird im Markt nur funktionieren, wenn die Anbieter bereit sind, den E-Auto-Fahrern ein nennenswertes Stück vom Kuchen abzugeben. Ob die Bereitschaft der Anbieter zu teilen ausreicht, muss sich erst noch zeigen.“
Unterlagen zur Studie:
Auf unserer Webseite finden Sie weitere Unterlagen:
Zu USCALE
USCALE ist ein Beratungs- und Marktforschungsunternehmen zur Elektromobilität mit Sitz in Stuttgart. Basis der Arbeit von USCALE sind Customer-Insights-Studien zu allen Touchpoints der e-mobilen Customer Journey. Mit einem eigenen Panel von über 10.000 E-Auto-Fahrern liefert USCALE mit seinen Studien strukturiert die Pain Points der Nutzer und die Potenziale für alle Anbieter im Markt der Elektromobilität.





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