Berliner machen ihren Strom jetzt selbst!

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Seit einem Jahr dürfen Balkon-Solarkraftwerke grundsätzlich in jeder Wohnung angeschlossen werden. In Berlin wurde die Anmeldung nun stark vereinfacht. Berliner können so mit wenig Aufwand zum eigenen Energieversorger werden und bares Geld sparen.

Im Grunde ist es ganz einfach. Ein oder zwei Solarmodule von der Größe eines Badetuchs, wie man sie auch von Hausdächern kennt, ein kleiner Kasten mit den Maßen einer Taschentücherbox, um den Gleichstrom der Module in nutzbaren Wechselstrom zu wandeln, etwas Kabel und einen Stecker – mehr braucht man nicht, um zu Hause bis zu 20% des eigenen Strombedarfs selbst zu erzeugen. Seit in 2018 eine entsprechende DIN-Norm abgeändert wurde, ist der Weg für solche Solarkraftwerke mit einer maximalen Leistung von 600 Watt (etwa der Verbrauch eines sparsamen Staubsaugers) frei.

Auch in anderen Ländern sind die kleinen Kraftwerke sehr beliebt. In Österreich etwa kann man sie ohne großen Aufwand einfach in eine übliche Haushaltssteckdose einstecken, von wo der Strom dann von selbst zu Kühlschrank, Fernseher und Kaffeemaschine fließt. In Deutschland müssen die Geräte über eine abzugssichere Steckdose verbunden und bei der Bundesnetzagentur sowie dem örtlichen Stromnetzbetreiber angemeldet werden. Auch kein allzu großer Aufwand eigentlich. Manche Netzbetreiber sind aber nicht auf Stand und verlangen bei der Anmeldung den selben Dokumentenstapel wie für große Dachanlagen mit mehreren zehntausend Watt. In Berlin ist das aber nun endgültig vorbei.

Die Stromnetz Berlin GmbH, welche über die Stromversorgung der Hauptstadt wacht, hat reagiert und die Anmeldung drastisch vereinfacht. Sie erfordert nun nur noch ein A4 Blatt, das auf der Webseite des Unternehmens heruntergeladen werden kann. Verschiedene Akteure aus den Reihen der Berliner Solarverbände und -unternehmen wirkten bei dieser Vereinfachung mit. So auch Christian Ofenheusle von der Agentur EmpowerSource in Marzahn. „Wir hatten auf MachDeinenStrom.de, unserer Info-Plattform für Balkonkraftwerke, in den letzten Monaten immer mehr Registrierungen auch aus Berlin. Das Interesse am Thema steigt aktuell stark an. Auch die Anbieter der Anlagen, mit denen wir regelmäßig sprechen, bestätigen diesen Trend. Das Stromnetz Berlin hat das sehr offen aufgenommen und in Rekordzeit reagiert“, meint Ofenheusle, der bereits mehrere Netzbetreiber bei der Einführung solcher Verfahren begleitet hat.

Die Kraftwerke sind schon ab unter 300€ zu haben und können ihre Anschaffungskosten nach etwa vier bis sechs Jahren über eingesparte Stromkosten wieder einfahren. Da zudem viele der Geräte bis zu 25 Jahre Herstellergarantie mitbringen, sind Renditen von über 15% p.a. möglich. Die Unterschiede bei den Angeboten sind aber gravierend, weshalb man sich vor dem Kauf unbedingt informieren und vergleichen sollte. Neben MachDeinenStrom.de haben hierzu auch etwa die Plattform pvplug.de der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) und die Zeitschrift „pv magazine“ Marktübersichten veröffentlicht. Bei konkreten Fragen kann man sich an den Landesverband Berlin/Brandenburg der DGS oder das Solarzentrum Berlin wenden, welche auch Beratungen zum Thema Balkonsolar anbieten.

MachDeinenStrom.de ist ein Projekt von EmpowerSource. Das 2018 gegründete Berliner Startup hat sich zur Aufgabe gemacht, die dezentrale und nachhaltige Energieversorgung in Deutschland zu fördern und dabei auch Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen an der Energiewende teilzuhaben zu lassen.

Ihr Pressekontakt:

Christian Ofenheusle
Founder

Tel: +49 (0)30 2845 2849
Mobil: +49 (0)173 841 4321
Fax: +49 (0)32 2264 07 107
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