BEE-Präsidentin Dr. Simone Peter: „Es ist ein Signal zur richtigen Zeit, dass der Expertenrat heute vor einer deutlichen und im Zeitverlauf zunehmenden Zielverfehlung für die Jahre nach 2030, also bereits in 5 Jahren, warnt. Die neue Regierung stellt jetzt die Weichen für ihre Energie- und Klimapolitik, die diese Prognosen ernst nehmen und dabei Klimaschutz als Innovations- und Konjunkturbooster für Technologien ‚made in Germany‘ nutzen sollte.“
Das Klimaschutzgesetz verpflichtet die Bundesregierung dazu, bis spätestens Ende März 2026 ein Klimaschutzprogramm vorzulegen, das die bisherigen Versäumnisse, vor allem in den Sektoren Gebäude und Verkehr, bis 2040 kompensieren kann. „Die gute Nachricht ist: Wärme- und Mobilitätswende hin zu heimischen Erneuerbaren Energien, e-Autos und Wärmepumpen machen uns nicht nur unabhängiger von teuren Energieimporten, sondern kurbeln auch Wachstum und Beschäftigung bei Herstellung, Planung, Bau und Betrieb von sauberen Wärme-Anlagen in Gebäuden und Netzen sowie Fahrzeugen an“, so Peter.
Ein Instrumentenmix aus Ordungsrecht, Förderung und Marktanreizen wie dem CO2-Preis setze den richtigen Rahmen. Die angekündigte Reform des Gebäudeenergiegesetzes sei jetzt zügig umzusetzen und Kontinuität in den Zielen und bei der Förderung zu garantieren. Auch die Transformation des Mobilitätssektors brauche mit der Integration von e-Autos ins Stromsystem, der Stärkung heimischer erneuerbarer Kraftstoffe und dem Ausbau der Ladeinfrastruktur mehr Elan.
„Die erfolgreiche Transformation des Energiesektors hin zu Erneuerbaren Energien mit niedrigen Gestehungskosten und breiter Bürgerbeteiligung in Verbindung mit enormen Wertschöpfungseffekten zeigt, dass Klimaschutz eine win-win-Situation ist. Sie kann die ausgebliebenen Reformen in den anderen Bereichen aber nicht ausgleichen, auch wenn in der Sektorenkopplung und Flexibilität im Energiesystem noch viel Luft nach oben ist.“ Vor allem müsse ein weiter wachsender Strombedarf angenommen werden, um den Erneuerbaren-, Speicher- und Netzausbau weiter voranzubringen. Hier dürften keine Dellen oder gar Brüche entstehen.
„Der Bericht macht auch die hohe Relevanz von negativen Emissionen zur Zielerreichung deutlich. Hier gilt es die Lösungen u.a. in der Nutzung von Bioenergie mit Kohlenstoffabscheidung und
-speicherung (BECCS) zu nutzen, um bis zu 60 Prozent der unvermeidbaren Restemissionen auszugleichen“, so Peter abschließend.





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