Zur heute veröffentlichten Studie des WWF erklärt Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung:
„Die Vorschläge gehen am eigentlichen Problem vorbei. Während die dem Emissionshandel unterliegende Energiewirtschaft erhebliche CO2-Einsparungen liefert, sind genau diejenigen Sektoren im Rückstand, die nicht vom Emissionshandelssystem erfasst sind.
Die Emissionen der Stromerzeugung werden bis zum Jahr 2020 um voraussichtlich knapp 40 Prozent unter denen des Jahres 1990 liegen. Im Verkehrssektor dagegen sind die Emissionen sogar gestiegen, er stößt heute mehr Kohlendioxid aus als 1990. Auch in der Landwirtschaft und im Wärmemarkt haben sich die CO2-Emissionen zuletzt erhöht. Seit Jahren liegen hier gewaltige Einsparpotenziale brach.
Dass das Klimaziel 2020 kaum noch zu erreichen ist, liegt an diesen nicht vom Zertifikate-System erfassten Sektoren. Die Politik muss jetzt dringend ihren Fokus auf diese Bereiche richten. Konkret: Wir müssen endlich auch dem CO2-Ausstoß in diesen Wirtschaftszweigen einen Preis geben.
Hinzu kommt: Der Preis für CO2-Zertifikate steigt, die Reform des Emissionshandels beginnt zu wirken. Weitere bereits beschlossene Reformschritte werden den Preis weiter erhöhen. Es werden deutlich mehr CO2-Zertifikate aus dem Markt genommen als bisher. Nach Einschätzung des Bundesumweltministeriums wird so in den frühen 2020er Jahren eine Knappheit am Markt entstehen, die wirksame Anreize für Investitionen in den Klimaschutz setzt.
Die Frage, wie eine schrittweise Reduzierung der Kohleverstromung organisiert werden kann, soll in der Strukturkommission geklärt werden unter Einbeziehung der unterschiedlichen Akteure aus Politik, Wirtschaft, Umweltverbänden, Gewerkschaften sowie betroffenen Ländern und Regionen. Das ist der richtige Ansatz: Alle relevanten Interessengruppen an einen Tisch zu bringen und gemeinsam über tragfähige Lösungen zu sprechen.“
Ansprechpartner
Jan Ulland
Pressesprecher / Press Spokesman
Tel. +49 30 300199-1160
E-Mail: presse@bdew.de





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