Am heutigen Montag hat Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche den Monitoringbericht zur Energiewende vorgestellt. Hierzu erklärt Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung:
„Der Monitoringbericht ist ein überzeugender Angang, der vieles wiedergibt, was wir bereits vorbereitet haben: Der Ausbau der Erneuerbaren muss mehr mit den Netzen in Einklang gebracht werden. Der Zubau von Gaskraftwerken, die auf H2 umgestellt werden können, die Ausgestaltung eines technologieoffenen Kapazitätsmarkts bereits bis 2027 sowie den Hochlauf unterstützender Regulierung für Wasserstoff sind allesamt richtige Punkte.
Vor diesem Hintergrund erwarten wir in den nächsten Wochen und Monaten eine enge Einbeziehung der Branche bei der Ausgestaltung der Schlussfolgerungen des Monitorings.
Um die Handlungskraft der Unternehmen zu stärken, müssen die überbordende Bürokratie verschlankt und die Digitalisierung vorangetrieben werden.
Der nun mit 600 bis 700 TWh prognostizierte Strombedarf ist eine gute Standortbestimmung, am Ende aber auch nur eine Momentaufnahme. Die Elektrifizierung von Verkehr, Wärme und Industrie entwickelt sich aktuell zwar langsamer als angenommen, dennoch sollte man vorbereitet sein auf anwachsende Stromnachfrage durch die erhoffte konjunkturelle Erholung und auf neue und zusätzliche Stromnachfrage u.a. durch Elektrolyseure, Rechenzentren, die E-Mobilität und die Wärmeversorgung.
Am erheblichen Ausbaubedarf Erneuerbarer Energien ändert sich aus Sicht der Energiebranche nichts. Berücksichtigt man die Volllaststunden der Erneuerbaren, so erreicht man im Jahr 2030 mit den jetzigen Ausbauzielen einen Anteil von 80 Prozent Erneuerbaren bei einem Stromverbrauch von 620 TWh – und nicht von 750 TWh. Der aktuelle Ausbaupfad beschreibt also eine „sowieso“-Notwendigkeit. Um diese Ziele zu erreichen, dürfen wir jetzt nicht im Tempo nachlassen. Es bleibt wichtige Aufgabe der Bundesregierung, die Planung und Genehmigung zu beschleunigen. So begrüßen wir ausdrücklich die Ankündigung, RED III zügig umzusetzen. Die Unternehmen brauchen einen verlässlichen Kurs, Planungs- und Investitionssicherheit.
Richtigerweise benennt das Monitoring die Notwendigkeit, System- und Kosteneffizienzpotenziale zu erkennen und zu heben. Durch eine stärkere Fokussierung auf Systemeffizienz lässt sich die Energiewende günstiger und zugleich stabiler gestalten.
Die Finanzierbarkeit des Netzausbaus ist richtigerweise benannt worden. Der Ausbau und die Modernisierung der Infrastruktur sind der Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts. Ein „Deutsche-Bahn-Effekt“ – zu spät oder zu wenig in die Infrastruktur zu investieren – darf uns nicht passieren.“





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