Bau einer Agri-Photovoltaik-Anlage in Weingarten begonnen
„Durch die Nachführung entsteht ein ausgewogeneres Erzeugungsprofil als bei klassisch südausgerichteten Anlagen. Strom wird verstärkt auch morgens und abends gewonnen – genau dann, wenn er besonders gefragt ist“, sagt Michael Keil, Geschäftsführer von solmotion. „Im Winter kann Schnee durch die Drehachse abgeworfen werden, bei starkem Wind werden die Module in eine sichere Position gebracht. Und für die landwirtschaftliche Bearbeitung lassen sich die Module so stellen, dass Maschinen problemlos durch die Fahrgassen passen.“
Agri-Photovoltaik verbindet landwirtschaftliche Produktion und Energieerzeugung auf derselben Fläche. Erste Praxiserfahrungen zeigen, dass moderater Schatten und Regenschutz zu stabileren oder sogar besseren Erträgen beitragen können und die Module Felder vor Hitzespitzen schützen. Keil weiter: „So profitiert die Landwirtschaft doppelt: von zusätzlichen, ernteunabhängigen Einnahmen und durch Vorteile in der Bewirtschaftung.“
Ein geplanter Hybrid-Batteriespeicher ergänzt das Projekt. Er soll die Netzstabilität unterstützen, Lastspitzen glätten und die Nutzung des erzeugten Stroms weiter optimieren.
Der Bau in Weingarten soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Der Netzanschluss und die Inbetriebnahme folgen im kommenden Jahr.