Flexibilität wird zum Engpass
Der Ausbau erneuerbarer Energien schreitet rasant voran. Mit der wachsenden Volatilität steigt der Bedarf an Flexibilität – vor allem im Gewerbe- und Industriesektor bestehen hier noch große Potenziale. Batteriespeichersysteme (BESS) gelten dabei als Schlüsseltechnologie: Sie erhöhen die Versorgungssicherheit, senken Energiekosten und erschließen neue Erlösquellen.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen sprechen für schnellen Einstieg
Die Rahmenbedingungen sind günstig. Speicherpreise sind seit 2010 um rund 90 % gefallen. Gleichzeitig sorgt die hohe Volatilität am Spotmarkt für zusätzliche Chancen: Der Spread liegt inzwischen häufig über 100 €/MWh. Wer Speicher klug einsetzt, kann Lastspitzen reduzieren, Arbitrage-Gewinne erzielen und Regelleistung vermarkten. So lassen sich in Co-Location mit Gewerbe- und Industriekunden Erlöse von bis zu 200.000 Euro pro Megawatt installierter Leistung realisieren – bei Amortisationszeiten von nur vier bis sieben Jahren.
Stadtwerke stehen unter Zugzwang
Für viele EVU ist der Einstieg dennoch herausfordernd. Ohne Vorkenntnisse erschweren unterschiedliche Lastprofile und technologische Komplexität die Konzepterstellung und Umsetzung. Gleichzeitig ist der Wettbewerb intensiv: Branchenexperten erwarten, dass die wesentliche Marktpositionierung im Bereich Batteriespeicher für Gewerbe und Industrie innerhalb des nächsten Jahres erfolgt sein wird.
White-Label-Lösung als Kickstart
Um Stadtwerken den Markteintritt zu erleichtern, entwickelt Utility Partners ein White-Label-Produkt „Batteriespeicher für Gewerbe & Industrie“. Es umfasst alle wesentlichen Bausteine: Vertriebsunterlagen, Kalkulationstools, Musterverträge sowie die Einbindung spezialisierter Partner für Planung, Bau und Betrieb. Damit können EVU ihren Geschäftskunden ein marktreifes Angebot unter eigener Marke präsentieren – ohne selbst hohe Entwicklungsressourcen aufbauen zu müssen.
Entwicklungspartnerschaft bis 2026
Flankierend dazu startet Utility Partners eine Entwicklungspartnerschaft. EVU profitieren von Pilotprojekten, Kundenfeedback, vergünstigten Konditionen und einem intensiven Austausch im Netzwerk. Workshops und Praxisphasen begleiten die Partner bis ins erste Quartal 2026, von der Konzeptphase bis zur Realisierung.
„Mit unserer White-Label-Lösung geben wir Stadtwerken Geschwindigkeit und Sicherheit beim Markteintritt“, sagt Björn van de Loo, Projektleiter der Entwicklungskooperation von Utility Partners. „So können sie ihre Rolle als Treiber der Energiewende stärken und zugleich ein neues Geschäftsfeld im Gewerbe- und Industriesektor erschließen.“
Teilnehmende EVU sehen einen klaren Mehrwert:
„Batteriespeicher werden ein wichtiger Baustein im Geschäftskundenbereich und unterstützen die Energiewende“, betont Sabine Borchert, Geschäftsführerin der Energieversorgung Main-Spessart. „Gerade im Wettbewerb mit neuen Marktteilnehmern und Scale-ups verschafft uns das eine klare Differenzierung und vor allem unseren Gewerbe- und Industriekunden einen echten Mehrwert.“
Einladung zur Teilnahme
Interessierte Energieversorger haben aktuell noch die Möglichkeit, sich als Entwicklungspartner einzubringen. Die Teilnahme bietet Stadtwerken nicht nur vergünstigte Konditionen, sondern vor allem Geschwindigkeit und Know-how beim Eintritt in den wachsenden Markt für Batteriespeicher im Gewerbe- und Industriebereich.





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