Für wen ist ein Balkonkraftwerk geeignet?
Experten schätzen, dass 10 Millionen Haushalte in Deutschland für die Installation von steckerfertigen Solarstromanlagen in Frage kommen. Da die Regierung dieses Potenzial erkannt hat, werden Balkonkraftwerke ab dem 1. Januar 2023 mehrwertsteuerfrei sein, was ihre Kosten um 19 % senkt und die Nachfrage erhöht.
Plug-in-Solarstromanlagen sind nicht nur deshalb attraktiv, weil sie in der Anschaffung günstiger sind, sondern auch, weil sie die Stromrechnung des Einzelnen senken können.
Das Wichtigste ist, dass jeder eine Balkonstromanlage selbst einrichten kann; ein Fachmann ist in der Regel nur dann erforderlich, wenn der einzigartige Wieland-Stecker anstelle des normalen Schukosteckers in einer Standardsteckdose verwendet wird.
Wie viel Geld kann ich mit einem Balkonkraftwerk sparen?
In Österreich sind derzeit Balkonkraftwerke mit einer maximalen Erzeugungsleistung von 800 Watt erlaubt.
Nach Angaben der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen kann ein Standard-Solarmodul mit einer Leistung von 380 Watt auf einem Südbalkon rund 280 kWh Strom pro Jahr liefern. Diese Strommenge entspricht dem Jahresverbrauch eines Kühlschranks und einer Waschmaschine in einem Zwei-Personen-Haushalt. Bei einem Strompreis von 33 Cent ergibt sich daraus eine jährliche Ersparnis von etwa 66 Euro. In der Regel können zwei Module an der Balkonbrüstung angebracht werden. In diesem Fall wäre die jährliche Ersparnis doppelt so hoch (132 Euro) und an einem sonnigen Tag könnte die Anlage den Großteil des Strombedarfs eines durchschnittlichen Zweipersonenhaushalts decken. Und: Je mehr die Strompreise im Netz in Zukunft steigen, desto mehr spart die Balkon-Solarstromanlage.
Darf ich ein Balkonkraftwerk nutzen?
In Österreich sind derzeit Balkonkraftwerke mit einer maximalen Erzeugungsleistung von 800 Watt erlaubt.
In Deutschland können Privatpersonen seit 2018 Balkonkraftwerke betreiben. Um einen hohen bürokratischen Aufwand bei der Anmeldung zu vermeiden, darf die Leistung jedoch 600 Watt pro Anlage bzw. pro Meter nicht überschreiten. Allerdings gibt es bereits Bestrebungen, diese Grenze zugunsten der privaten Nutzer zu ändern. Der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) hat in einem VDE-Brief vom Januar 2023 vorgeschlagen, die Mindestgrenze auf 800 Watt anzuheben, wie sie auf europäischer Ebene in der Verordnung über Stromerzeuger (RFG) in vielen Ländern wie Österreich bereits angewendet wird. Es ist daher zu erwarten, dass Deutschland den Grenzwert bald von 600 auf 800 Watt anheben wird.
In den meisten anderen europäischen Ländern sind Balkonkraftwerke erlaubt. Darüber hinaus gibt es in vielen Ländern Einspeisevergütungssysteme (FIT), die Anreize für die Installation von Solarstromanlagen bieten, einschließlich kleinerer Anlagen wie Balkonkraftwerke.
Es ist wichtig zu beachten, dass die spezifischen Vorschriften, Genehmigungen und Anforderungen an den Netzanschluss in jedem Land/jeder Region unterschiedlich sein können und von der Größe und Kapazität des Systems abhängen können. Es ist ratsam, die örtlichen Behörden zu konsultieren oder einen professionellen Installateur zu beauftragen, der sich mit den spezifischen Vorschriften und Anforderungen in Ihrem Gebiet auskennt. Es wurde jedoch berichtet, dass die Bundesregierung plant, die Registrierung und Installation von Balkonkraftwerken so bald wie möglich zu vereinfachen.





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