Aus „ok-power“ wird „EnergieVision – Das Ökostromsiegel“
Freiburg, 29. September 2026 – Aus „ok-power“ wird „EnergieVision – Das Ökostromsiegel“: Nach mehr als 26 Jahren entwickelt das etablierte Ökostromsiegel seinen Markenauftritt weiter. Künftig treten Trägerverein und Gütesiegel gemeinsam unter der Marke „EnergieVision“ auf. Der feste Zusatz „Das Ökostromsiegel“ macht dabei unmittelbar deutlich, wofür die Zertifizierung steht. Mit dem Markenwechsel wurden zugleich die Zertifizierungskriterien weiterentwickelt und an veränderte Rahmenbedingungen angepasst.
Der neue Auftritt fällt in eine Zeit, in der die Bereitschaft der Verbraucherinnen und Verbraucher, selbst zur Energiewende beizutragen, wieder zunimmt. Das bestätigte zuletzt das im August 2026 erschienene KfW Energiewendebarometer. Ökostrom bietet eine vergleichsweise niedrigschwellige Möglichkeit, diese Bereitschaft in konkretes Handeln zu übersetzen. Umso wichtiger ist es, nachvollziehen zu können, wenn ein Stromanbieter mit seinen Produkten Anreize zum Ausbau erneuerbarer Energien setzt.
„Mit ‚EnergieVision – Das Ökostromsiegel‘ machen wir klarer, wofür wir seit unserer Gründung stehen: unabhängige Prüfung und Zertifizierung ambitionierter Ökostromprodukte auf Basis transparenter Kriterien“, sagt EnergieVision-Vorstand Dominik Seebach. „Der neue Name steht dabei für die konsequente Weiterentwicklung unseres etablierten Qualitätssiegels.“
Weiterhin erhalten Anbieter, die ihre gesamte Absatzmenge an Tarifkunden zertifizieren lassen, die „Plus-Auszeichnung“, nun unter dem Namen „EnergieVision-plus – Das Ökostromsiegel“. Weitergeführt wird auch der nicht-kommerzielle Ökostromvergleich des EnergieVision e. V., künftig unter dem Namen „EnergieVision Tarifportal“. Es listet ausschließlich EnergieVision-zertifizierte Ökostromtarife und ermöglicht einen fairen Vergleich frei von Werbung und Provisionszahlungen.
Mehr Klarheit bei steigenden Anforderungen
Neben dem Markenauftritt wurden auch die Zertifizierungskriterien weiterentwickelt. Damit trägt das Siegel sowohl den Veränderungen im Ökostrommarkt als auch den gestiegenen Anforderungen an Transparenz und Nachweisbarkeit Rechnung.
Zusätzliche Relevanz erhält diese Entwicklung durch die jüngst in Kraft getretene Novelle des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG). Die neuen Vorgaben stärken den Verbraucherschutz bei Umweltaussagen und stellen höhere Anforderungen an Nachhaltigkeitssiegel. „Für uns sind viele der damit verbundenen Grundsätze seit langem gelebte Praxis: Die Zertifizierungskriterien und Prüfverfahren des Gütesiegels sind öffentlich dokumentiert und auf eine nachvollziehbare Kommunikation gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern ausgerichtet. Unabhängige externe Gutachter überprüfen die Einhaltung der Kriterien und wesentliche Änderungen an den Kriterien werden bereits seit 2014 durch einen unabhängigen Kriterienbeirat festgelegt“, erläutert Dominik Seebach.
Dennoch wurde die aktuelle Gesetzesänderung zum Anlass genommen, einzelne Kriterien und Prozesse weiter zu schärfen. Künftig werden ausschließlich Nachhaltigkeitskriterien berücksichtigt, deren Erfüllung zum Zeitpunkt der Zertifizierung nachweisbar ist. Dies betrifft insbesondere das bisherige Kriterium zur Förderung innovativer Projekte. Da es unter den neuen Rahmenbedingungen in seiner bisherigen Form bis auf Weiteres nicht anwendbar erscheint, wird es zunächst ausgesetzt. Eine spätere Wiederaufnahme in angepasster Form wird geprüft.
Die Überarbeitung geht bewusst über die regulatorisch notwendigen Anpassungen hinaus. EnergieVision nutzt sie, um die Kriterienstruktur zu harmonisieren, die Anwendung zu vereinfachen und den Beitrag des Siegels zur Energiewende weiter zu stärken. Das Ergebnis ist ein deutlich schlankerer Kriterienkatalog.
Bewährtes Fundament – neuer Auftritt
Die belastbare und transparente Grundlage von Siegeln und Kennzeichnungen wird insgesamt an Bedeutung gewinnen. „Verbraucherinnen und Verbraucher sollen erkennen können, worauf sie sich bei einem Ökostromangebot verlassen können“, so Seebach. „Wenn die Anforderungen an Umweltaussagen und Nachhaltigkeitssiegel steigen, stärkt das die Aussagekraft der Siegel, die diese Anforderungen erfüllen. Genau diesem Anspruch werden wir mit ‚EnergieVision – Das Ökostromsiegel‘ gerecht.“
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Über EnergieVision – Das Ökostromsiegel
EnergieVision – Das Ökostromsiegel steht für die unabhängige Zertifizierung hochwertiger Ökostromangebote. Im Jahr 2000 als „ok-power“ gegründet, zählt das Siegel seit mehr als 25 Jahren zu den etablierten Qualitätszeichen im deutschen Ökostrommarkt. Es basiert auf transparenten Kriterien und zeichnet Angebote aus, die den Erneuerbaren-Ausbau anreizen. Träger des Siegels ist der unabhängige und gemeinnützige EnergieVision e. V. Ziel des Vereins ist, Verbraucherinnen und Verbrauchern verlässliche Orientierung bei der Wahl ihres Ökostromangebots zu geben und mit anspruchsvollen Qualitätsstandards die Energiewende voranzubringen.